Double Degree an der Indiana University (IUP)

Von August 2015 bis zum Juli 2016 absolvierte ich ein gesamtes Auslandsjahr in den Vereinigten Staaten von Amerika im Rahmen des sogenannten Double-Degree Programms. Während dieser Zeit studierte ich an der Indiana University of Pennsylvania. Durch das erfolgreiche Abschließen des Programmes, erwarb ich den MBA in Business Administration. Derzeit führe ich mein Studium an der Universität Duisburg-Essen fort, um voraussichtlich nächstes Jahr 2017 meinen Master of Science in der Betriebswirtschaftslehre zu erhalten.

Aufgrund der hohen Kosten eines solchen Auslandsaufenthaltes bewarb ich mich über den ISMA für das sogenannte DUE-Mobil Stipendium. Im April erhielt ich die Zusage für das Stipendium per E-Mail. Der darauffolgende Informationsaustausch mit der DAAD verlief reibungslos. Ich erhielt das nötige Paket mit allen Informationen unmittelbar nach der schriftlichen Stipendienzusage und alle Fragen wurden geklärt. Ebenso wurde zeitnahe der Mobilitätszuschuss überwiesen, so dass es auch hier keinerlei Schwierigkeiten gab. Insgesamt war ich mit der Betreuung vollsten zufrieden und musste aufgrund des reibungslosen Ablaufs den DAAD nicht öfters kontaktieren.

Hinsichtlich meines Auslandsaufenthalts kann ich nur betonen, dass ich es in keinster Weise bereue und es jedem Studenten nur ans Herz legen kann, ebenfalls diesen Schritt zu wagen. Für mich war es sowohl im Hinblick auf bildungsrelevante Erfahrungen als auch aus Sicht meiner persönlichen Entwicklung ein voller Erfolg.

Das amerikanische Studiensystem unterscheidet sich bekanntermaßen deutlich von dem Studiensystem in Deutschland. Ein Jahr lang unter diesen neuen Herausforderungen lernen zu können war spannend und hat sehr viel Spaß gemacht. Der universitäre Alltag in den USA ist gewissermaßen verschulter und weniger theorielastig. Das hat mir besonders Spaß gemacht, da ich hier durch viele Gruppenarbeiten, die im Unterricht geforderte mündliche Beteiligung sowie durch zahlreiche Präsentationen eine ganz neue Art von universitärem Lernen kennen lernen konnte und dadurch auch meine Soft Skills weiter ausgebaut habe.  Der Kontakt mit den Professoren ist in den USA wesentlich persönlicher und ich denke, dass ich von diesen Erfahrungen noch lange profitieren kann. Desweiteren stehen die persönlichen Erfahrungen dem in nichts nach. Ein Jahr lang in einem anderen Land bzw. sogar auf einem anderen Kontinent zu leben ist eine immense Herausforderung. Persönliche Eigenständigkeit ist hier sofort gefragt und man wird gewissermaßen gezwungen, eine ganz neue Verantwortung für sich selber zu übernehmen, die man vorher eventuell noch nicht in dem Maße kannte. Sofort nach meiner Ankunft in den USA musste ich sämtliche bürokratische Punkte abarbeiten, wodurch man zunächst direkt in das „kalte Wasser“ geschmissen wurde. Beispielsweise mussten wir uns recht schnell eine sogenannte State I.D zulegen, was dem bürokratischem Aufwand einer Green Card recht nahe kommt. Ebenso mussten wir erneut eine Fahrprüfung ablegen, um überhaupt ein Auto erwerben zu dürfen. Alle diese Dinge mussten recht zügig geschehen und erscheinen anfangs gewissermaßen als lästig. Nichts desto trotz halfen sie einem dabei, sich schnell einzufinden und zu lernen Verantwortung zu übernehmen. Desweiteren erfordert das Studium von einem, dass man schnell lernt sich zu organisieren und natürlich auch offen zu sein, um sich eine soziales Umfeld aufzubauen aber auch offen im Hinblick auf neue Strukturen und Vorgaben. Beispielsweise spielen Online-Plattformen wie Moodle, D2l u.ä. eine präsente Rolle in dem amerikanischen Unterricht. Hier war es dringend erforderlich sich möglichst schnell mit dieser neue Lehrmethode auseinanderzusetzen und damit vertraut zu werden, um den Anschluss nicht zu verpassen, was recht schnell der Fall sein kann, wenn man nicht am Ball bleibt.

Nicht zuletzt verbessert so ein langer Auslandsaufenthalt auch enorm den eigenen Gebrauch der englischen Sprache. Obwohl ich diese Sprache vorher schon recht gut beherrschte, habe ich nochmal gefühlte Quantensprünge gemacht, was den Gebrauch dieser Sprache angeht, insbesondere in der Alltagssprache und den themenspezifischen Gebieten. Wie ich bereits oben erwähnt hatte, war dieses Jahr in den Staaten die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können und ich bedanke mich hiermit auch nochmal recht herzlich für die Unterstützung ihrerseits.

Ein Bericht von Jana Bontkowski

Link zur Galerie der IUP

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