Semester an der Western Washington University

Im Rahmen meines Master-Studiums im Fach BWL – „Business Analytics“ verbrachte ich das Frühlingssemester an der Western Washington University (WWU) in Bellingham, Washington. Für meinen Auslandsaufenthalt erhielt ich durch Promos eine Reisekostenpauschale in Höhe von 1300 Euro. Von diesem Zuschuss konnte ich den Flug von Düsseldorf in die USA bezahlen, was eine große finanzielle Hilfe für mich darstellte.

Bellingham ist ein beschaulicher Ort an der Pazifikküste der USA und liegt nur wenige Kilometer von der kanadischen Grenze entfernt. Die WWU ist mit ca. 16,000 Studenten eine für amerikanische Verhältnisse eher kleine Universität. Ich belegte dort drei Kurse für insgesamt 12 credit points (= 24 ECTS), darunter ein BWL-Kurs aus dem Bereich Rechnungswesen und zwei Kurse aus dem Studiengang „Management Information Systems“ (das amerikanische Pendant zur Wirtschaftsinformatik). Wie in den USA typisch, fielen die Kursgrößen klein aus, sodass wir teilweise mit nur 11 Leuten in einem Kurs saßen. Dementsprechend persönlich war der Kontakt zu den Kommilitonen sowie Dozenten. Insgesamt erinnerte mich der Unterricht stark an meine Schulzeit, denn fast täglich fielen Hausaufgaben an, die eingereicht und benotet wurden, und auch die Anwesenheit und mündliche Mitarbeit im Unterricht spielten eine wichtige Rolle.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mein Studium in den USA viel zeitaufwändiger als in Deutschland war und ich von Beginn an stark gefordert wurde. Der Unterricht hat mir sehr gut gefallen, denn statt reinen Auswendiglernens steht die praktische Anwendung des Lehrstoffs im Vordergrund. Besonders in meiner Studien-Vertiefung ist dies sehr wichtig, da man viele computer-spezifische Fähigkeiten vorweisen muss. In den USA hatte ich die Möglichkeit, das Gelernte direkt am Computer umzusetzen und dabei Software kennenzulernen, mit der ich auch im Berufsleben in Berührung kommen werde. In Gruppenarbeit und Diskussionsrunden konnte ich außerdem meine Kommunikationsfähigkeiten verbessern.

Von der Mentalität der Menschen im Staat Washington habe ich viel gelernt: sie sind sehr weltoffen, freundlich, unternehmungslustig und engagieren sich für den Umweltschutz. Mit der Betreuung vor und während des Semesters war ich von beiden Seiten sehr zufrieden. An der UDE standen mir Jörn Benzinger und Malte Kluck immer zur Verfügung und an der WWU gab es gleich mehrere Anlaufstellen bei Fragen oder Problemen. Besonders hervorzuheben ist Abigail Borchert aus dem International Office, die sich sehr für die Austauschstudenten engagiert und viele Aktivitäten abseits des Unterrichts organisiert hat.

Durch Ausflüge haben wir beispielsweise die Gegend näher kennengelernt, landestypische Aktivitäten wie Wandern ausprobiert oder Sport-Veranstaltungen der Universitätsmannschaften besucht. Dazu habe ich Ausflüge in die nächstgrößeren Städte Seattle und Vancouver unternommen. Insgesamt war mein Auslandssemester in den USA eine sehr bereichernde Erfahrung, die mir für meinen weiteren Werdegang sicherlich viel gebracht hat. Insbesondere von der Unterrichtsweise und der freundlichen Art der Menschen war ich begeistert. Ich bin sicher, dass mir der Auslandsaufenthalt bei meinem Berufseinstieg helfen wird, da ich mir durch die praktischen Lehrmethoden viele wichtige Qualifikationen im Bereich Wirtschaftsinformatik aneignen konnte. Meine Sprach-Fähigkeiten haben sich im Laufe des Semesters ebenfalls merklich verbessert, sodass ich schon nach wenigen Wochen dem schnellen Unterricht problemlos folgen und Präsentationen in englischer Sprach halten konnte.

Ein Bericht von Silke Bandyszak

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