Semester an der Fudan University / Shanghai, China

Insgesamt war mein Auslandsaufenthalt in China nicht nur für meinen Lebenslauf und mein Studium, sondern auch für meine persönliche Weiterentwicklung sehr bereichernd.

Im WS 2013/14 absolvierte ich mein Auslandssemester an der Fudan University in Shanghai, China.

Shanghai ist mit seinen ca. 23 Millionen Einwohnern einer der größten Städte Chinas und der Welt. Dadurch fiel mir anfangs die Orientierung ein wenig schwer, da man aufgrund der Masse von Menschen und der Weitläufigkeit der Stadt doch schon etwas überfordert sein kann. Auch musste ich mich, obwohl meine Eltern aus China stammen, teilweise sehr an die chinesische Kultur und das Leben dort gewöhnen. Daher brauchte es anfangs eine gewisse Zeit bis ich mich richtig eingelebt hatte.

Die Wohnungssuche gestaltete sich als nicht besonders schwer, da ich von einer Freundin schon die Kontaktdaten eines Maklers bekommen hatte und auch innerhalb von zwei Tagen eine Wohnung gefunden hatte. Die Wohnungen in Shanghai werden i. d. R. für ein halbes Jahr vermietet und die Monatsmieten sowie eine einmonatige Kaution müssen meist im Voraus gezahlt werden. Die Wohnmöglichkeiten sind nicht gerade preiswert, jedoch meist voll möbliert und mit Klimaanlagen ausgestattet.

Ich studierte an der Fudan University in Shanghai, welche zu den führenden Universitäten Chinas gehört. Wie die Stadt ist auch die Universität sehr riesig und auf vier Standorte in der Stadt verteilt. Die Anmeldung war sehr chaotisch, da man an unterschiedlichen Orten verlagerte Stationen ablaufen musste und alleine diese zu finden sehr kompliziert war. Bei Fragen fühlte sich keine der Mitarbeiter verantwortlich. Nach der schließlich erfolgreich abgeschlossenen Anmeldung begab ich mich zur für die für meine Wirtschaftsfachrichtung und für Exchange Students verantwortlichen Betreuung (Rebecca Wong, International Programmes Office, School of Economis), welche mir schließlich einen kurzen Überblick über den Ablauf des Semesters geben konnte. In den ersten beiden Vorlesungswochen gab es die Möglichkeit alle Kurse, für die man sich interessiert, zu besuchen und sich nach Ablauf der zwei Wochen für diese Kurse anzumelden. Im Wintersemester bzw. Herbstsemester findet die Klausurwoche i. d. R. in der Weihnachtswoche statt. Ausgenommen davon waren (zu dem Zeitpunkt) die Kurse „The Chinese Economy“ und „Microeconomics“, welche ich belegte. In „The Chinese Economy“ (3 Credits) waren das Absolvieren von vier Tests, über das Semester verteilt, notwendig. In „Microeconomics“ (3 Credits) wurden eine Midterm- und Finalexam geschrieben. Zusätzlich erforderte der Kurs die Teilnahme an Gruppenprojekten sowie das Halten von Präsentationen. Insgesamt waren die Kurse, aufgrund des großen Bezuges auf China, für mich sehr interessant. Das Niveau war zum Teil sehr anspruchsvoll, jedoch dadurch auch sehr lehrreich.

Für die Freizeitgestaltung bietet Shanghai reichliche Möglichkeiten wie Essen gehen, Shopping, Sightseeing bis hin zu Nightlife. Dabei sind auch die Verkehrsmittel in Shanghai vor allem durch eine weit ausgebaute Metro-Linie sehr gut und gleichzeitig sehr günstig. Eine einfache Fahrt mit der Metro kostet ca. 50 Cent. Für kurze Strecken und in nicht Rushhour-Zeiten kann man auch einfach und günstig mit dem Taxi fahren für ca. 1,70 Euro/2,5 km. Desweiteren kann man von Shanghai aus sehr gute Tagesausflüge oder Wochenendausflüge an benachbarten Städten wie Shuzhou oder Hangzhou machen. Die Fahrten mit den Schnellzügen dauern ca. eine Stunde und kosten umgerechnet ca. 10 Euro für Hin- und Rückfahrt.

Insgesamt war mein Auslandsaufenthalt in China nicht nur für meinen Lebenslauf und mein Studium, sondern auch für meine persönliche Weiterentwicklung sehr bereichernd. Trotz meiner chinesischen Herkunft habe ich die chinesische Lebensweise erst durch meinen Auslandsaufenthalt in China erst richtig und neu kennen gelernt. Daher würde ich jedem ein Auslandssemester in Shanghai empfehlen der bereit ist eine neue Kultur, welche sich von der westlichen unterscheidet, kennen zu lernen.

Ein Bericht von Shirley Tse.

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