Semester an der St. Martin’s (SMU) / USA

Es war eine überragende Zeit, die ich nicht missen möchte. Ich kann nur jedem raten diese Erfahrung zu machen. Ein Vorteil der Uni ist, dass dort viele internationale Studenten (Asien, Brasilien, Saudi-Arabien etc.) sind. Also lernt man, neben den Amis viele höchst verschiedene Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen kennen.

Information über die Universität

Saint Martin’s University, kleine katholische Privatuni mit ca. 1700 Studenten. Meine Kontaktperson im International Office der Uni war Marco Tulluck. Marco spricht gutes Deutsch, da er an der Uni Trier ein Auslandssemester absolviert hat. Die Unterstützung vor Ort von Marco und seinem Team ließ nichts zu wünschen übrig.

Kursinformationen

Organizational Theory and Behavior handelt hauptsächlich von Social Science, also dem unterschiedlichen Verhalten von Mitarbeitern, deren Ursachen und wie man damit als Manager umgehen sollte.
Marketing Management ist ein sehr spannender, da praxisnaher Kurs bei dem man für ein lokales Unternehmen einen Marketingplan entwerfen soll.
Operations Management handelt von verschiedenen Methoden im Rahmen von ´Six Sigma´, im Mittelpunkt steht die Optimierung von operativen Prozessen. Auch hier sollen im Rahmen eines Projektes tatsächliche Prozesse eines lokalen Unternehmens optimiert werden.
Designing Competitive Organizations ist ein online Kurs in dem ein Ansatz vermittelt wird, wie man ein Unternehmen auf möglichst allen Ebenen auf Erfolg
trimmt. In anderen Worten behandelt der Kurs alle Aspekte einer Unternehmenskultur.
Insgesamt habe ich 4 MBA Kurse á 6 CP’s absolviert. Der Aufwand der Kurse ist etwas höher als hier, da Hausaufgaben, mündliche Mitarbeit ebenfalls zur Note zählen. Zusätzlich mussten pro Kurs ca 2 Hausarbeiten und 1-2 Präsentationen absolviert werden. Insgesamt ist der Arbeitsaufwand aber machbar. Das Niveau für deutsche Studenten ist nicht allzu hoch. Wie an der MSM gibt es dort im Master pro Semester 2 Blöcke, d.h. ich hatte 2+2 Kurse.

Stadt

Die Uni liegt in Lacey, was direkt an die Hauptstadt von WA, Olympia angrenzt. Beide Städte zusammen haben ca. 100.000 Einwohner. Strecke Uni bis Downtown Olympia mit dem Auto ca. 10-15 Minuten. Highlights in Olympia sind der Hafen, das State Capitol und Downtown Olympia. Dort befinden sich neben Bars und einigen Nachtclubs viele kleine Geschäfte. Außerdem gibt es in Olympia eine relativ große Hippie- Szene. Neben zahlreichen Nationalparks im Umkreis von ca. 1.5 Autostunden ist Seattle 1 Autostunde entfernt. Seattle als Stadt ist auf jeden Fall ein paar Besuche wert.
Da der ÖPNV vor Ort nicht sonderlich gut ist, empfiehlt es sich ein Auto zu organisieren. Wir haben eins für $500 gekauft.
Condor und Lufthansa fliegen direkt von FRA nach SEA.

Unterkunft

Ich habe auf dem Campus gewohnt. In einer vierer WG mit eigenem Schlafzimmer. Qualität war soweit in Ordnung, allerdings vom Preis-Leistungs-Verhältnis (ca $900 pro Monat) für deutsche Verhältnisse, gewöhnungsbedürftig. Kosten insgesamt für Wohnen an der Uni und Verwaltungsgebühren waren ca $5000. WA ist einer der teuersten Staaten der USA, insgesamt sind die Lebenshaltungskosten ähnlich wie in Deutschland, eventuell etwas teurer.

Reisen

Je nachdem wie man reist können die Kosten natürlich weit auseinander gehen.
Vancouver, Kanada ist mit Sicherheit ein Muss. Ca. 4 Stunden mit dem Auto, über Air BnB sind Übernachtungsmöglichkeiten relativ Preiswert.
Kalifornien und Las Vegas ist auch nur zu empfehlen, gerade wenn man eh schon an der Westküste ist. Die Flugpreise innerhalb Amerikas sind je nach Buchungstermin relativ OK. Ich habe für Flüge SEA-LAX circa $220 bezahlt.

Krankenversicherung

Ich habe mich in Deutschland versichert. Das ist auf jeden Fall billiger als sich über die Uni zu versichern.

Freizeitaktivitäten

Das International Office hat einiges Organisiert. Neben Trips nach Seattle und in Nationalparks ging es u.a. zum Fußball nach Seattle. Je nach Jahreszeit werden unterschiedliche Ausflüge Organisiert (z.B. im Januar Ski fahren).
Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist, dass an der Uni selbst keine Partys stattfinden. Die SMU ist ein trockener Campus, das heißt offiziell dürfte man nicht einmal in seinem Zimmer Alkohol trinken. Dies führt dazu, dass Partys nur in kleinem Kreis, heimlich auf jeweiligen Zimmern stattfinden. Allerdings wohnen viele Studenten außerhalb des Campus. Entsprechende Partys finden dann dort statt. Wobei die Gastgeber bei Minderjährigen Teilnehmern (unter 21), die etwas trinken auch Stress mit der Uni bekommen können. Also so heftig Party wie z.B. beim Spring Break wird da nicht gemacht, allerdings ists schon in Ordnung. Außerdem besteht immer die Möglichkeit nach Olympia oder Seattle zu fahren.

 

Es war eine überragende Zeit, die ich nicht missen möchte. Ich kann nur jedem raten diese Erfahrung zu machen. Ein Vorteil der Uni ist, dass dort viele internationale Studenten (Asien, Brasilien, Saudi-Arabien etc.) sind. Also lernt man, neben den Amis viele höchst verschiedene Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen kennen. Um schneller Kontakt an der Uni zu bekommen würde ich auf jeden Fall auf dem Campus in einer WG wohnen, auch wenn die Dry-Campus Politik für deutsche Studenten gewöhnungsbedürftig ist. Allerdings besteht auch die Möglichkeit außerhalb des Campus in WGs zu wohnen. Da könnte die Organisation allerdings etwas kompliziert werden.

Ein Bericht von Maximilian Selbach

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