Semester an der Högskolan i Boras / Schweden

Ich empfand es als nicht sehr schwer mit der schwedischen Sprache zurecht zu kommen, da sie der deutschen in vielen Belangen ähnelt.

Die Universität

Die Universität ist für internationale Studenten sehr gut organisiert. Es gibt mehrere Kontaktpersonen von welchen man bereits vor dem Aufenthalt viele Informationen erhält. Diese sollte man sorgfältig lesen, da man sich schon sehr früh für einige Veranstaltungen melden kann, welche über begrenzte Plätze verfügen. Die Universität bietet zudem die Möglichkeit, sich einem Mentorenprogramm anzuschließen. Ich empfehle diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen, da man durch einen persönlichen Mentor einen guten Ansprechpartner in fast allen Belangen hat. Es hat mir den Einstieg in das Leben der Stadt in einigen Aspekten deutlich erleichtert.

Kursinformationen

Corporate Finance

Dieser Kurs gibt 7,5 Credits und lässt sich an der MSM für Investitionstheorie anrechnen. Bei Besuchen der Vorlesung war es oft schwierig dem Professor zu folgen. Eine große Hilfe bei der Klausurvorbereitung waren die Altklausuren.

Swedish as a Foreign Language – Beginning Course

Dieser Kurs gibt ebenfalls 7,5 Credits und lässt sich an der MSM für den E3 Bereich anrechnen. Uns wurden von schwedischen Lehramtsstudenten die Grundlagen der schwedischen Sprache beigebracht. Für diesen Kurs war es nötig, ein Buch für ca. 30€ zu

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Campus der Universität

kaufen. Ich empfand es als nicht sehr schwer mit der schwedischen Sprache zurecht zu kommen, da sie der deutschen in vielen Belangen ähnelt. Die Klausur bestand aus 4 Teilen: Einem mündlichen Teil, in dem man in einer Gruppe aus 4-6 Leuten eine Diskussion führen musste, einem Leseverständnisteil, in dem man Fragen zu einem Text beantworten musste, einem schriftlichen Teil, in welchem man einen selbst verfassten Text schreiben musste und einem kulturellen Teil, in welchen man in schwedischer oder englischer Sprache einen Text zu kulturellen Unterschieden verfassen sollte.

Scandinavian Management

Auch dieser Kurs gibt 7,5 Credits. Diesen kann man sich an der MSM für den E2 Bereich in Wirtschaftsenglisch anrechnen lassen. Wesentlicher Bestandteil dieses Fachs war eine Gruppenarbeit. Mit 4 oder 5 anderen internationalen Studenten hat man die Aufgabe, einen Film zu analysieren. Des Weiteren gab es im Januar eine Multiple-Choice Klausur, welche jedoch online zu bearbeiten ist.

Stadt

Borås ist eine mittelgroße Stadt mit 66.000 Einwohnern. Sie befindet sich in zentraler Lage in Südschweden, 60 km östlich von Göteborg. Na

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Kypegarden in Boras

ch Oslo oder Stockholm sind es ca. 4 Stunden Fahrtzeit mit dem Auto. Ein Highlight der Stadt ist das Knalleland, wo man gut shoppen kann. Dort befindet sich ebenfalls die Borås Arena, Stadion des schwedischen Fußball Erstligisten IF Elsborg. In der Nähe liegt auch ein sehr berühmter Zoo, welcher über eine große Artenvielfalt verfügt. Außerdem gibt es in näherer Stadtumgebung viele Seen an den man wunderbar entspannen, wandern oder joggen kann. Im Stadtzentrum gibt es viele Cafés und Läden. Dort ist auch die Universität vorzufinden. Von dem Wohnheim Distansgatan sind es 15 Minuten Fahrtzeit mit dem Bus, welcher alle 6 Minuten fährt.

Ich bin mit dem Auto angereist. Jeder der diese Möglichkeit hat, sollte diese in Anspruch nehmen, da es in vielen Situationen sehr hilfreich war über ein Auto zu verfügen. Auf dem Hinweg fuhr ich bis Rostock und nahm eine Fähre nach Trelleborg. Von dort aus waren es ca. 4 Stunden bis Borås. Für den Rückweg wählte ich den Weg über Dänemark und den Öresund. Man sollte bei der Anreise mit dem Auto unbedingt über eine Kreditkarte verfügen, da an fast allen Parkautomaten nur bargeldlos mit dieser bezahlt werden kann. Eine Kreditkarte kann auch in vielen anderen Belangen wichtig sein.

 

Unterkunft

Ich wohnte im Wohnheim Distansgatan. Es liegt im Ortsteil „Hässlehomen“ am Rand der Stadt, sodass man 15 Minuten mit dem Bus fährt um zur Universität zu gelangen. Ein Monatsticket kostet ca. 40€.

Die Mieten betragen von 200-260€ warm inklusive Internet. Für diesen Preis war es völlig

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Der Fluss Viskan im Stadtzentrum        von Boras

in Ordnung dort zu leben. Angesichts des Preises sollte man allerdings nicht zu viel erwarten. Ich muss hinzufügen, dass man nicht alleine wohnt. In 2er, 3er oder 4er WGs kann es vorkommen, dass man auf unordentliche oder unhygienische Mitbewohner stößt. Es gibt am Wohnheim ein Parkhaus, in welchem man zusätzlich für ca. 13€ monatlich einen Stellplatz mieten kann, sofern man mit dem Auto anreist.

An dieser Stelle will ich noch erwähnen, dass es während meines Aufenthalts in Hässleholmen 2 bis 3 Mal zu Gewaltverbrechen kam. Diese kommen dort wohl häufiger vor, da es einige ortsansässige Gangs gibt. Ich habe davon allerdings direkt nichts mitbekommen, denn in der Nähe des Wohnheims ist nichts vorgefallen.

Man bekommt rechtzeitig von der Universität Informationen zur Wohnungsvergabe. Den genannten Termin sollte man allerdings im Auge behalten, da die Wohnungen sehr schnell vergeben waren. Falls man nicht in Distansgatan wohnen möchte, gibt es von der Universität weitere Angebote für Unterkünfte.

 

Reisen

Wir haben einige Reisen privat unternommen, andere wurden von der Studentenorganisation ESN organisiert. Diese gingen z.B. nach Lappland(im Norden Schwedens), Kopenhagen oder Tallin. Privat sind wir mit dem Auto nach Stockholm und Oslo gefahren. Für 25-30 € pro Nacht lassen sich in den Städten gute Hostels finden. Allgemein sollte man beachten dass in ganz Skandinavien die Preise beim Einkaufen höher sind als in Deutschland, insbesondere in Norwegen.

 

Freizeitaktivitäten

Es gibt eine Studentenunion namens ESN, extra für die internationalen Studenten. Es ist empfehlenswert eine ESN Card zu kaufen, mit der man bei vielen Veranstaltungen Rabatte erhält. In den ersten beiden Wochen gab es täglich Veranstaltungen. Man sollte an

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Ausflug nach Marstrand, Nähe Göteborg (organisiert von der Studentenorganisation)

möglichst vielen dieser teilnehmen um neue Leute kennen zu lernen, mit denen man das Semester verbringen kann. Bei diesen Veranstaltungen handelte es sich sowohl um Freizeitaktivitäten als auch Partys welche abends entweder im Studentenpub „Kårner“ oder in der Disco X&Y stattfanden. Nach den Einführungswochen wurden diese Aktivitäten seltener. Aber man hat jeden Donnerstag die Möglichkeit bis 12 Uhr kostenlos in das X&Y zu kommen und nur die Hälfte für alle Getränke zu zahlen. Das sollte man insbesondere in Schweden ausnutzen, denn der Alkohol ist dort sehr teuer. Es gibt neben dem X&Y auch das „Grand Hotel“ und weitere Discotheken oder Bars.

 

Ein Bericht von Michèl Hazin

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