Studieren in den USA: Western Washington University (WWU)

“Im Großen und Ganzen fühlen sich die in Amerika verbrachten 4 Monate (dreimonatiger Studienaufenthalt und einmonatiger Roadtrip) fast wie ein Jahr an – voller einzigartiger Erlebnisse, Erfahrungen und Inspirationen.”

Die Universität

Meinen Auslandsaufenthalt absolvierte ich an der Western Washington University (WWU) in Bellingham, WA, USA. Bellingham ist eine kleine Studentenstadt mit 80.000 Einwohnern und liegt in der Nähe von Seattle und Vancouver.
Die Bewerbung um einen Platz an der WWU verlief problemlos. Wichtig ist es jedoch, sich rechtzeitig um ein Beratungsgespräch beim ISMA zu kümmern, um genügend Zeit zu haben, alles Weitere (z.B. Töfl-Test) zu organisieren. Voraussetzung für einen Platz an der WWU ist, dass die bis zum Bewerbungszeitpunkt erreichten Prüfungsleistungen nicht schlechter als 2,5 sind.

Kursinformationen

ACCT 245 „Managerial Accounting“

  • Anrechnung für „Controlling“
  • Professor Mark Okinaka
  • 3 Klausuren (75% der Endnote)
  • Online-Material-Aufgaben (25% der Endnote)
  • Kosten: ca. 140$ für Online-Material inkl. Buch

OPS 465 „Manufacturing & SCM“

wwu
Die WWU
  • Anrechnung für „Produktionswirtschaft“
  • Professor Peter Haug
  • 2 Klausuren
  • 2 Tests
  • Vorbereitung von Artikeln zu jeder Vorlesung
  • Gruppenpräsentation eines Artikels
  • Finales Paper (15 Seiten) & Gruppenpräsentation
  • Besichtigung des Amazon Fulfillment Centers
  • Im Rahmen des Gruppenprojektes: Besichtigung von Esterline
  • Zusätzlich: Beer-Distribution-Game als Nachmittagsveranstaltung für Zusatzpunkte
  • Kosten: ca. 20$ für das Lehrbuch (Internationale Version ist günstiger und wird akzeptiert!) sowie 45$ für die Artikel, die man online kaufen musste.

ECON 101 „Markets & Society“

  • VWL-Vorlesung
  • 3 Klausuren (75% der Endnote)
  • Online-Material (25% der Endnote)
  • Kosten: ca. 75$

Die Stadt

Fairhaven ist das historische Viertel Bellinghams. Es ist fußläufig in ca. 30-40 Minuten oder mit dem Bus in ca. 10 Minuten erreichbar. Dort lässt es sich an einem Sonntagmorgen gemütlich frühstücken (z.B. im Tony’s) oder am kleinen Hafen entspannen.
Ich bin mit Condor zum Seattle-Tacoma Flughafen geflogen und habe dann den Bellair-Shuttle bis zur Iowa Street genommen. Von dort aus bin ich mit dem Taxi weitergefahren.

Unterkunft

Wie die meisten internationalen Studierenden, habe ich im Studentenwohnheim Birnam Wood gewohnt. Dort habe ich mir, in einem Vierer-Apartment, ein Zimmer mit einer weiteren Person geteilt. Die Möbel in den Schlafräumen sind so konzipiert, dass man sie nach Belieben umstellen sowie die Höhe des Bettes anpassen kann. Die Apartments verfügen über große Wohnzimmer mit offener Küche sowie einen Balkon.
Kosten: ca. 1200€ (inkl. ausgeliehener Bettwäsche & Decken). Im Preis mit inbegriffen ist die Nutzung von Waschmaschinen und Trocknern im Community-Building nebenan. Auch Staubsauger und Müllbeutel werden zur Verfügung gestellt.
Trotz der etwas höheren Preise, habe ich meist im nahe gelegenen Supermarkt „Haggan“ eingekauft. Wer besondere Ansprüche an eine gesunde Ernährung legt oder sich gar vegetarisch ernährt, ist hier an der richtigen Adresse. Ansonsten sind auch günstigere Supermärkte mit dem Bus in ca. 20 Minuten erreichbar. Auf dem Campus gibt es Starbucks Filialen, ein Subway und Panda Express. Außerdem gibt es zwei Dining Halls. Hat man dort keinen Meal-Plan vorab gebucht, so kostet ein All-you-can-eat-Meal ca. 10$. In der Nähe der Bibliothek gibt es außerdem einige Stände mit indischem, chinesischem und mexikanischem Essen (5$). Ungefähr 5 Minuten von Birnam Wood entfernt befinden sich einige Fastfood-Ketten sowie das sehr zu empfehlende vietnamesische Restaurant Pho 99.

Reisen

Während des Quarters habe ich kleinere Ausflüge unternommen, wie z.B. zum Whatcom Falls Park, zu den Lummi Islands, zum Mount Baker oder nach Vancouver und Seattle. Thanksgiving habe ich bei einem Freund in Portland verbracht. Portland liegt ca. 5

auf-dem-weg-nach-mendocino
Auf dem Weg nach Mendocino

Stunden von Bellingham entfernt. Nach dem Quarter habe ich einen Roadtrip mit drei Kommilitonen
gemacht. Startpunkt war Portland. Stationen auf dem Roadtrip waren der Redwood National Park, McKinleyville, Eureka, Mendocino, San Fransisco, Yosemite National Park, Fresno, Sequoia National Park, Bakersfield, LA, Venice Beach, Santa Monica, Las Vegas, Hoover Dam, Grand Canyon. Die Kosten für den Roadtrip inkl. Auto, Benzin, Unterkünfte und Essen beliefen sich auf ungefähr 1500$/Person.

Krankenversicherung

Ich habe mich vorab über den ADAC für ca. 130€ versichern lassen.

Freizeitaktivitäten

Zu Beginn des Fall-Quarters gibt es eine Reihe von Informationsveranstaltungen. Die Club-Fair, zum Beispiel, eignet sich sehr gut, um eine erste Übersicht über jegliche Sport- und Freizeitaktivitäten der WWU zu bekommen. So habe ich den ersten Kontakt zum Frisbee-Team der WWU geknüpft, welchem ich dann beigetreten bin. Vom Buddy-Programm wurde außerdem eine Rundfahrt mit der Fähre organisiert sowie der ein oder andere Ausflug zu nahe gelegenen Ausflugszielen.
Jeden „Western-Wednesday“ öffnet der Club Underground in Downtown auch für unter 21-Jährige seine Türen. Weitere Clubs sind Wild Buffalo und Rumors. Hauspartys sind ebenfalls sehr beliebt und nicht selten tritt im Wohnzimmer auch mal eine College-Band auf. Was etwas ungewöhnlich für europäische Austauschstudenten ist – gegen 02:00 Uhr findet auch jede gute Party in der Regel ihr Ende.

Fazit

Der Auslandsaufenthalt an der WWU war eine besonders prägende Erfahrung. Zu Beginn des Quarters war ich mit mehr Herausforderungen konfrontiert, als ich erwartet hätte. Das Hochschulsystem unterscheidet sich in hohem Maße von dem mir bekannten und es bedurfte einer gewissen Eingewöhnungszeit bis man den Dreh sozusagen raus hatte. Viele Hausaufgaben, Übungen und Gruppenarbeiten standen an der Tagesordnung. Aber im Endeffekt alles gut machbar 🙂 Die ungewöhnliche Wohnsituation durch das Teilen eines Zimmers mit einer anderen Person hat weiterhin die persönliche Kompromissbereitschaft gestärkt. Allgemein kann ich nur sagen, dass Gemeinschaft, Gruppenzusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit in Bellingham groß geschrieben werden.
Im Großen und Ganzen fühlen sich die in Amerika verbrachten 4 Monate (dreimonatiger Studienaufenthalt und einmonatiger Roadtrip) fast wie ein Jahr an – voller einzigartiger Erlebnisse, Erfahrungen und Inspirationen.

Ein Bericht von Virginia Papadamaki

 

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