Studieren in Spanien: Universidad Pablo de Olavide Sevilla

“Die Stadt, die Leute, die Mentalität – Es ist wirklich ein kompletter Unterschied zu Deutschland da alles sehr viel entspannter ist. Es ist wirklich immer was los &  man macht auf jeden Fall unvergessliche Erinnerungen.”

Information über die Universität

Allgemeine Angaben

Die Universidad Pablo de Olavide liegt etwas außerhalb Sevillas, aber ist innerhalb von 20min mit der Metro zu erreichen. Am besten also eine Bonometro Karte kaufen, dann kommt man schnell und günstig hin. Den Campus hab ich als sehr schön empfunden, vor allem in den warmen Monaten.

International Office und Kontaktpersonen

https://www.upo.es/aric/ – das ist das International Office in Gebäude 6 wo man alle seine Unterschriften sowie Studienausweis herbekommt. Über erasmus@upo.es werden auch schon vorher alle Fragen beantwortet die man haben sollte

Organisation

Am Anfang war alles definitiv ein wenig unübersichtlich. Insbesondere die Website der Universität ist sehr komplex und man braucht eine Weile sich daran zu gewöhnen. Jedoch kriegt man alle Informationen die man benötigt in einem Willkommenstreffen, woran alle Erasmus Studenten teilnehmen. Dort wird auch eine Campusführung unternommen und man bekommt ein Heft mit den wichtigsten Infos zum Überleben in Sevilla.

Besonderheiten bei der Bewerbung

Das Anmeldesystem hat sich in den letzten Jahren leicht geändert. Ihr müsst euch vorher für alle eure Kurse anmelden! Dabei unbedingt vorher schlau machen wann potenzielle Kurse stattfinden & sich so einen persönlich guten Stundenplan erstellen. Empfehlenswert ist es sich den Freitag frei zu halten, da Donnerstag Abends immer Erasmus Veranstaltungen stattfinden.

Kursinformationen

Spanish Intensive Course – 2 Credits

Ein einwöchiger Sprachkurs organisiert vom „Centro Universitario Internacional“  (Email: intl@upo.es) Der Kurs wird in allen Schwierigkeitsstufen angeboten. Die einwöchigen Kurse kosten ca. 150€ und sind meiner Meinung nach deutlich überteuert. Allerdings war es ein guter Weg seine doch deutlich eingerosteten Spanisch Kenntnisse aufzufrischen. Es wird auch ein 4-wöchiger Kurs für totale Anfänger angeboten, der umsonst ist.

Economic History – 6 Credits

Dieser Kurs ist in Englisch und aufgeteilt in Vorlesungen, dessen Inhalt am Ende in einer Klausur behandelt wird und EPD-Sessions, Praxis Stunden die einzeln benotet werden. Wie sich die Endnote zusammensetzt, wird am Anfang des Kurses mitgeteilt. Der Kurs Economic History war äußerst abwechslungsreich gestaltet mit Filmen, Rollenspielen, Gruppenarbeit & war recht interessant, natürlich umso mehr wenn man sich für Geschichte interessiert. Die Professorin war sehr enthusiastisch und konnte auch gut Englisch, was in Spanien nicht immer der Fall ist.

Human Resource Management – 6 Credits

Dieser Kurs ist in Englisch und aufgeteilt in Vorlesungen und EPD-Sessions. In den EPD-Sessions muss man viele Referate machen neben anderen Praxis-Tests. Der Professor der die Vorlesungen hält veröffentlicht sein Skript/Folien NICHT! Deshalb empfiehlt es sich Fotos zu machen wenn man am Ende nicht auf das Buch angewiesen sein will.

Marketing Management II – 6 Credits

Dieser Kurs ist in Englisch und aufgeteilt in Vorlesungen und EPD-Sessions. In den EPD-Sessions muss man in Gruppenarbeit einen Marketing-Plan für ein vorher ausgewähltes Thema erstellen. Das war auf jeden Fall eine super Erfahrung, da man in Duisburg ja nicht viel Praxis-Erfahrung in solchen Dingen bekommt. Allerdings steht und fällt der Kurs hier mit der Gruppe die man sich sucht.

Stadt

Sehenswürdigkeiten und Highlights

Plaza de España – Traumhaft schöner Platz direkt in der Innenstadt, Parque Maria Luisa – Park direkt am Plaza de España, Kathedrale – An einem sonnigen Tag auf den Turm „La Giralda“ hoch und die Stadt von oben sehen, Real Alcázar – die alten Palast Gärten sind ideal um den ganzen Tag in der Sonne zu verbringen (Bonuspunkte weil Game of Thrones dort gedreht worden ist), Metropol Parasol – Sonnenuntergang beobachten, FC Sevilla – sich mal ein Spiel anschauen im zentral gelegenen Stadion, Torre del Oro – Wahrzeichen direkt am Fluss. Insgesamt ist die ganze Stadt absolut wunderschön mit kleinen Gassen und Tapas Bars an jeder Ecke!

Anreise

Von deutschen Flughäfen gibt es kaum Direktflüge nach Sevilla. Insofern ist die beste Option entweder nach Malaga oder nach Jerez de la Frontera zu fliegen & von dort aus mit Bus/Bahn nach Sevilla zu reisen. Alternativ kann man auch von Eindhoven direkt nach Sevilla fliegen.

Unterkunft

 Organisation

http://www.roommatesevilla.com/ – Ich habe diese Organisation bereits aus Deutschland angeschrieben & einen Termin vereinbart um mir Wohnungen anzuschauen. Dort konnte ich dann innerhalb von 2 Tagen einziehen.

Lage

Am besten sucht man sich eine Wohnung nahe des Stadtzentrums. Nicht nur weil man dann schnell zur Metro kommt, sondern auch weil man bei jeglichen sozialen Aktivitäten direkt vor Ort ist. Aber auch wenn man ein wenig entfernt wohnt ist alles trotzdem schnell zu Fuß erreichbar.

Kosten

Die monatliche Miete war um etwa 50€ günstiger als bei meiner Wohnung in Duisburg. Generell sollte man nicht mehr als 300€ inklusive Nebenkosten für ein relativ großes Zimmer in einer WG bezahlen.

Qualität

Es ist natürlich merkbar eine Studentenwohnung. Allerdings kann man sich für den Preis auch wirklich nicht beschweren & falls man ein bisschen Geld investieren will für einen Heizlüfter oder ein wenig Deko dann kann man das ja leicht machen. Uns sind während der Zeit hier einige Gegenstände kaputt gegangen zum Beispiel die Waschmaschine. Die Agentur hat sich mal schnell mal langsam darum gekümmert.

 Lebenshaltungskosten allgemein

Die Lebenshaltungskosten sind mit denen in Deutschland vergleichbar. Hier gibt es neben spanischen Supermarktketten auch Aldi und Lidl. Wenn man Essen geht ist es sogar meist günstiger als in Deutschland, da die Spanier generell nicht so viel Geld zur Verfügung haben.

Reisen

Ich würde mich vorher ein wenig schlau machen, welche Städte/Trips einen interessieren. Angebote gibt es zu Hauf & es ist am günstigsten wenn man mit einer der beiden großen Erasmus Organisationen ESN (Erasmus Student Network) oder ECS (Erasmus Club Sevilla) fährt. Dies macht auch deutlich mehr Spaß da man neue coole Leute kennenlernt und zusammen etwas erleben kann. Während meiner Zeit hier bin ich folgende Reisen angetreten: Madrid, Malaga, Cordoba (Castillo del Almodovar), Gibraltar (die Affen sind der Hammer), Ronda, Praio do Carvalho (Strandtrip mit ECS). Was auch noch toll sein soll ist das universitäre Neujahr in Salamanca im Dezember, sowie Granada.

Krankenversicherung

Die meisten Versicherungen in Deutschland bieten europaweiten Schutz. Einfach mal anrufen & nachfragen ob man auch im Ausland versichert ist.

Freizeitaktivitäten

Hat die Universität Unternehmungen für die Studenten organisiert?

Von der Universität aus kam relativ wenig. Die meisten organisierten Freizeitaktivitäten laufen über ESN & ECS. Wenn man sich an diese beiden Organisationen hält kann man jedes Wochenende etwas erleben und Sachen unternehmen wie zB Paintball,  Kayaking, Tapas Tours etc

Gab es Partys?

Jedes Wochenende werden Partys organisiert. Donnerstags findet immer eine Erasmus Party statt zu der es eigentlich alle Leute hinzieht. Deshalb empfiehlt es sich auch seinen Stundenplan so zu organisieren, dass man Freitags frei hat. Ansonsten hat Sevilla auch ein sehr ausgefallenes Nachtleben. Von Barmeilen wie Alameda oder Alfalfa, hin zu Clubs wie Utopia oder der Outdoor Disco Bilindo. Hier ist wirklich für jeden was dabei!

Fazit

Was hat Dir besonders gut gefallen?

Die Stadt, die Leute, die Mentalität – Es ist wirklich ein kompletter Unterschied zu Deutschland da alles sehr viel entspannter ist. Es ist wirklich immer was los &  man macht auf jeden Fall unvergessliche Erinnerungen.

Was hat Dir nicht so gut gefallen?

Die Wohnungen sind dafür gemacht, im Sommer die Wärme nach draußen zu leiten. Das führt allerdings im Winter dazu, dass es in der Wohnung kälter ist als draußen!

 Was ich sonst noch sagen wollte….

10/10 would go to Sevilla again

Ein Bericht von Hendrik Schanz.

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