Studium in Boras / Schweden

“Die Zeit in Borås war unglaublich, ich habe eine andere Art und Weise zu studieren kennengelernt, Menschen aus aller Welt getroffen und Freundschaften fürs leben geschlossen.”

Vorbereitung

Der erste Schritt ist das richtige Ziel zu finden.
Mich haben die skandinavischen Länder sehr gereizt und nach dem Ausfüllen der zig Formulare hatte ich am Ende die Auswahl zwischen Dänemark und Schweden.
Wo und ob du bei dem Erasmus-Programm mitmachen kannst wird dir am 15ten Oktober mitgeteilt(wenn du im SS ins Ausland gehst). In Schweden laufen die Semester jedoch von Januar-Juni und von August-Dezember. Ich bin daher schon Anfang Januar Richtung Norden geflogen.
Wegen der Verschiebung der Semester musst du schauen wie du das mit den Klausuren im Februar/März in Deutschland machst. Es ist kein Problem für 2 Wochen nach Hause zu fliegen und danach wieder in Schweden einzusteigen.
Wenn du einen freien Platz bekommen hast, wird es auch Zeit dich um dein Auslands-Barfög zu kümmern, das muss dann aber auch ganz schnell gehen, ansonsten bekommst du es nicht rechtzeitig auf dein Konto überwiesen.

Kursinformationen

Direkt nachdem du dich für ein Land und somit für eine Uni entschieden hast, musst du deine Kurse wählen. In Schweden ist das Jahr in 4 Quartale aufgeteilt. Im Herbstsemester gibt es Kurse vom Block 1 und 2 und im Frühlingssemester laufen die Kurse 3 und 4. Bei Fragen steht die Gasthochschule immer freundlich zur stelle, also ruhig eine E-mail schreiben.
Wenn du den Schwedisch-Kurs machst, musst du dir ein Buch kaufen, bevor du das jedoch machst, frage erstmal ob ältere Studenten das noch haben, es ist nämlich relativ teuer und soviel macht man nicht daraus.

Unterkunft

Anfang Dezember bekommst du die Möglichkeit dein Zimmer bei AB Bostäder zu buchen. Dir wird von der Uni eine E-mail geschickt mit einem Link von der Seite, auf der du dein Zimmer aussuchen und buchen kannst. Du hast die Wahl zwisc

wohnheimkuche
Die Wohnheim-Küche

hen Tunnlansgatan und Distansgatan. Es gibt auch noch andere Studentenwohnheim oder man kann sich privat etwas besorgen, aber eigentlich sind die meisten Studenten in Hässelholme (so heißt das Gebiet in der die Distansgatan und Tunnlansgatan liegt) und es ist am billigsten. Beides liegt ca. 5 Minuten zu Fuß von einander entfernt.
Tunnlandsgatan: Hier leben immer 4 Personen in einer Wohnung und teilen sich das Bad. Der ganze Flur (12 Personen) teilt sich den Gemeinschaftsraum und die Küche. Die
Häuser haben 10 Stockwerke und die Bushaltestelle ist ca. 5 Minuten zu Fuß zu erreichen.
Distansgatan: Hier leben 3 oder 4 Personen in einer Wohnung und teilen sich ein Bad und eine Küche. Die Häuser haben 3 Stockwerke und liegen direkt an der Bushaltestelle
In beiden Studentenwohnheimen gibt es eine Sauna und einen Waschraum in dem man Waschmaschinen, Trockner und eine Mangel benutzen kann. Man bekommt ein kleines Schloss mit dem man sich zu jeder Tageszeit zum Waschen eintragen kann, sodass eine Waschmaschine für einen gebucht ist. Klappt nicht immer, da leere Maschinen einfach benutz werden, auch wenn sie gebucht sind. Darum empfehle ich um die Mittagszeit zu waschen, da ist meistens alles frei. 🙂
Wenn du deine Miete bezahlen musst, ist es am Besten du rechnest die SEK in Euros um und überweist per Europa-Überweisung 3 Euro mehr für anfallende Gebühren. Wenn das zu viel ist wird dir das Geld bei der nächsten Miete gutgeschrieben. Du musst immer zwischen dem 25sten und 28sten im Monat überweisen, sodass das Geld am 1. auf dem Konto von AB Bostäder ist.

Bank – Geld – Kosten

Wenn man bei der SEB Bank ein Konto einrichtet ist das für Studenten kostenlos und eine Kreditkarte bekommt man auch, was in Schweden ein Muss ist. Ohne Kreditkarte wäre ich verloren gegangen.
Ich habe immer mit Kreditkarte bezahlt, da bei der normalen Bankkarte bei jedem Einkauf 1 Euro Gebühren anfallen und bei der Kreditkarte kostet es nichts. Wichtig ist dann aber sich alles aufzuschreiben, weil man sehr schnell den Überblick verliert.
10 SEK(schwedische Kronen) sind ungefähr 1 Euro, kommt immer auf den Kurs an.
Im Monat braucht man ungefähr 800 Euro. Ich dachte auch am Anfang, das sei zu überzogen, aber in Schweden ist einfach alles (bis auf H&M :)) teurer.

Anreise

Der billigste Flug ist von Düsseldorf-Weeze nach Göteburg. Vom City Airport in Göteburg fährt ein Airportshuttle nach Göteburg zum Nils-Ericsson-Terminal (60 SEK) von wo man entweder mit dem Bus 100(Gate 39), oder der Bahn nach Borås fahren kann (dauert ca. 1 Stunde, 50-70 SEK). Was alles sehr erleichtert, ist eine Kreditkarte. Man kann in jedem Bus nur mit Kreditkarte bezahlen. Es gibt zwar auch Schalter von der Sj-Bahn an denen boras-15-jpgman cash zahlen kann, aber die können auch schon geschlossen sein, daher ist mein Tipp, dass man sich eine Kreditkarte besorgt.
Mit dem Bus Nummer 1 oder Nummer 3 kommt man zur Fjärdingskolan ( steht nicht auf dem Busplan, man muss aber in Richtung Sjukhuset fahren, dann die zweite Haltestelle), was direkt an der Distansagatan liegt. (Kreditkarte!Man kann sich auch direkt ein Monatsticket für Studenten in allen Pressbyråns oder dem Büro von vestträfik am Södra torget (Busbahnhof von Borås)kaufen, was 310 SEK kostet).
Wenn man nicht zu den Öffnungszeiten des Büros von AB Bostäder ankommt kann man seinen Schlüssel im Scandic Hotel abholen, was direkt neben der Uni liegt und eine Bushaltestelle ist direkt gegenüber, da halten auch die Linien 1 und 3.

Einkaufen

Es gibt in der Nähe der Studentenwohnheime ein Netto und mehrere ICA´s in der Stadt. ICA ist ein wenig teurer als die anderen Läden, aber dafür liegt es immer auf dem Weg von der Uni nach Hause und man bekommt alles. Im Getto-Netto kommt man sich oft mehr vor wie auf einem Basar, mal gibt es Kirschsaft, mal gibt es Mozarella, aber du kannst dir nie sicher sein, ob du das bekommst, was du haben möchtest.

Feiern

Ich war entweder im Harry´s, im Viva, im X&Y, im Vinci, im Vimmel oder im Puls. Die meisten Clubs haben vor 11 freien Eintritt und das X&Y ist für Studenten am Donnerstag für lau. Es lohnt sich auf jeden Fall so früh los zu gehen, da jeder Laden zw. 1-2 Uhr zu macht. Getränke sind teuer aber eigentlich kauft man sich vorher im „System Bolaget“ ( das ist der Laden in dem alkoholische Getränke verkauft werden) etwas und versucht nicht im Club soviel Geld auszugeben.

Fazit

Die Zeit in Borås war unglaublich, ich habe eine andere Art und Weise zu studieren kennengelernt, Menschen aus aller Welt getroffen und Freundschaften fürs leben geschlossen.
Solange ihr dicke Kleidung und gute Laune mitbringt kann euch nichts passieren, also viel Spaß.

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