Meine Erfahrungen: Lyon, Frankreich

“Ich habe mich superwohl gefühlt und könnte mir sogar vorstellen, nach dem Studium eine Zeit in Lyon zu leben.”

Die Universität

An der Université Jean Moulin Lyon III habe ich ein Semester lang am DEUF-Programm teilgenommen. Alle Kurse dieses Programmes werden auf Französisch angeboten. Der Campus der Lyon III ist ziemlich übersichtlich und verfügt über kleine Innenhöfe auf denen man die Sommersonne in den Pausen genießen kann. Neben vielen Snack- , Caféautomaten und einer Vielzahl von Restaurants, die direkt am Universitätsgebäude liegen, kann man sich in einer großen Uni-Kantine und einem -bistro für die Vorlesungen stärken. Die Preise liegen dabei leicht über den Preisen, die wir von unserer deutschen Kantine kennen (Hauptgericht mit Nachtisch und Brötchen rd. 3,80 €).
Die erste Ansprechpartnerin im Office International ist Madame Chantal Ortillez. Sie ist eine aufgeweckte und sehr charmante Französin, die einem mit Rat und Tat immer zur Seite steht und sich für das Wohlergehen der internationalen Studenten interessiert. Sie wurde liebevoll von einigen „Mama-Ortillez“ genannt. Der Rest des Teams ist ebenfalls sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Man wird dort alles andere als im Stich gelassen.
Die Organisation und Koordination der CM (Vorlesung), TD (Übungsstunden) oder nachzuholenden Unterrichtseinheiten ist relativ chaotisch. Es kann unter Umständen vorkommen, dass man vor einem Vorlesungsraum steht an dessen Tür ein handschriftlicher Zettel hängt, der auf den Ausfall einer Vorlesung/Klausur/usw. hinweist. In der Regel findet man Informationen zu den Räumen und nachzuholenden Vorlesungen auf Aushängen in Glasvitrinen in den jeweiligen fachbezogenen Gebäudekomplexen. Dieses „spontane Chaos“, das nicht unbedingt negativ sondern vielmehr als typisch französisch anzusehen ist, spiegelt sich aber auch in allen anderen Behörden wider (vgl. nachstehenden Bericht).

Kursinformationen

Intitiation à la Culture Francaise (3 ECTS) – M. Souvy

In diesem Kurs wird einem das lyonaisische Leben nähergebracht – von den frühen Anfängen im Mittelalter, über Literatur, das aktuelle Leben, Restaurants bis hin zur aktuellen politischen und schulischen Situation. Bei jeder Vorlesung teilt Monsieur Souvy Handouts aus auf dessen Grundlage er die Vorlesung hält. Sie sind klausurrelevant. Obwohl dieser Kurs keine Pflichtveranstaltung ist besuchen ihn viele Studenten. Der Grund dafür ist Monsieur Souvy. Als eingefleischter Lyonaise veranschaulicht er mit vollem Einsatz und Leidenschaft die Vorlesungsinhalte. Er ist sehr hilfsbereit, freundlich und organisiert bei Interesse von ihm geleitete inoffizielle Stadtbesichtigungen. Wenn man Geheimtipps bzgl. Restaurants, Pubs, o.ä. benötigt, kann man ihm eine E-Mail schreiben oder persönlich ansprechen. Er steht sehr gerne mit seinem fachmännischen Rat zur Verfügung. Sowohl die Zwischenprüfung als auch die finale Prüfung sind QCM (questionnaire à choix multiple).

FLE (Francais Langue Étrangère) (5 ECTS) – Mme. Duchesne

Vor der Vorlesungszeit wird das eigene Sprachniveau getestet. Auf Basis der Ergebnisse werden die Französischkurse gebildet, sodass man später mit Studenten einen Kurs besucht, die auf ähnlichem Niveau sind. Mme. Duchesne ist eine sehr liebe und hilfsbereite Person, die auch über die Unterrichtsinhalte hinaus präsent ist (bspw. Unterstützung bei Bewerbungen auf Französisch). Sie spricht gut Deutsch. Mme. Duchesne legt in den Kursen viel Wert auf Konversation und Diskussionen. Neben Präsentationen, die gehalten werden müssen, haben wir viele Hörverstehensübungen gemacht. Auch die Grammatik wird thematisiert. Die Note für dieses Modul setzt sich aus der Präsentationsnote und der Noten für den Zwischen- und Endtest zusammen.

Gestion Ressources Humaines (3 ECTS) – M. Maisonnasse.

Monsieur Maisonnasse ist fachlich auf Höhe, schafft es meiner Meinung nach aber nicht die Studenten für das Fach zu begeistern. Alle drei bis vier Wochen gibt es während der Vorlesungszeit eine interessante Fallstudie zu bearbeiten, die die Inhalte des Faches vertieft. In diesen Stunden arbeitet man teilweise auch mit den französischen Studenten zusammen. Dort können Kontakte geknüpft werden. Dieses Fach gehört mit zu den Fächern bei denen der Professor ein Skript online stellt (nicht in jedem Fach wird ein Skript angeboten). Der Zwischentest ist ein QCM. In der Endklausur gilt es eine Fallstudie zu bearbeiten.

Fondamentaux de la Finance (6 ECTS) – Mme. Desmaris und Madame Arzumanyan

In diesem Fach werden die Grundlagen im Bereich Finanzen behandelt – Kapitalflussrechnung, Kapitalwertberechnung, Liquiditätsplanung, Kapitalkostenkalkulation, Finanzierungsbewertungen, usw. Mme. Desmaris lädt ebenfalls

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Schnecken essen im Restaurant du Soleil

ein Skript hoch. Ihren Vorlesungen kann man eher weniger gut folgen, weil sie selbst viele Fehler macht, wenn sie etwas vorrechnet und veranschaulichen möchte. Pflichtveranstaltungen und wichtig sind die TDs, die Übungsstunden, die man auch besuchen sollte. In meinem Fall wurden sie von Mme. Arzumanyan geleitet. Sie ist sehr launisch und aufbrausend. In den TDs werden die Aufgaben bearbeitet, die klausurrelevant sind. Neben Hausaufgaben, die auch kontrolliert werden, sollte man sich das eine oder andere Mal im TD einbringen, da die mündliche Mitarbeit benotet wird. Die Endnote ergibt sich aus der mündlichen Note und den Noten aus dem Zwischen- und Endtest.
Politique Général de l’Entreprise (3 ECTS) – M. Louis. Monsieur Louis ist ein typischer Franzose. Anfangs, als ich noch einige Probleme mit der Französischen Sprache hatte, war es schwer dem wildgestikulierenden Franzosen zu folgen, da er extrem schnell sprach. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber an sein Sprechtempo, sodass die Vorlesungen echt Spaß machen und man einiges lernen kann. Er veranschaulicht die Vorlesungsinhalte mit vielen praktischen Beispielen. Bei diesem Fach liegt auch ein ausführliches Skript vor mit dem man sich gut auf die Zwischenprüfung (QCM) und die Endprüfung (ebenfalls QCM) vorbereiten kann. Er geht auch gerne mal vor Vorlesungsbeginn durch die Reihen und hält mit seinen Studenten ein Pläuschchen. In dem Fach werden die verschiedenen Unternehmensformen, logistische Herausforderungen, Unternehmensstrategien, usw. thematisiert (es ist vergleichbar mit dem Modul Strategische Unternehmensführung von Herrn Gerpott).

Allgemeines

Alle Kursunterlagen und Skripte (sofern vorhanden) werden auf dem Server SPIRAL hochgeladen. Für den Zugang zu dieser Plattform – kontaktiert einfach die Profressoren.

Die Stadt

Anreise

Ich bin zusammen mit einer Freundin, die auch ein Semester in Lyon verbracht hat, via Auto angereist. Wenn man mit dem Auto nach Lyon fährt sollte man daran denken, dass Mautgebühren zu entrichten sind und dass sich die Verkehrsmentalität in Frankreich von der deutschen unterscheidet. Fußgänger und Fahrradfahrer haben in der Stadt in jedem Fall Vorrang. Für sie gibt es keine roten Ampeln. Also, Augen auf im Straßenverkehr.
Sehenswürdigkeiten. Lyon hat wirklich eine Menge zu bieten. Daher werde ich hier nur einige Highlights beschreiben:

Fête de Lumière

Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann sucht euch das WS aus. Ab dem 8. Dezember verwandelt sich die Stadt für vier Tage in ein riesen Spektakel – überall sind Lichter, Lasershows, Feuerwerke, Glühweinstände, Straßenmusiker, usw. Unbeschreiblich toll.
„Party-Boote“ am Rhôneufer: Am Rhôneufer gibt es eine Reihe von Partybooten auf denen man ab mittwochs immer feiern gehen kann. Auf dem Boot La Marquise findet jeden letzten Mittwoch im Monat ein improvisiertes „Theaterbattle“ statt – für kleines Geld (6€, wenn ich mich recht erinnere). Sehr sehenswert und witzig. Generell ist das Rhôneufer im Sommer eine einzige Partymeile und Treffpunkt für Studenten, Skater, Gelegenheits-musiker und Jugendliche.

Hot Club (Jazzclub)

Der Hot Club gehört mit zu den bekanntesten Jazzclubs (Eintritt 7

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Jazz-Abend im Hot Club mit der Band Big Chiefs

€ für Studenten) in Lyon. In einem alten Kellergewölbe präsentieren Livebands aller Jazzrichtungen sowohl eigene als auch sehr bekannte Stücke. Ein Muss für jeden, der auf Jazz bzw. Livemusik steht. Schaut euch vorher das Programm des Clubs an, damit ihr euch einen Abend aussucht an dem eure „Lieblingsjazzrichtung“ auch gespielt wird. Mir haben besonders die Big Chiefs gefallen. Sie spielen die Richtung New Orleans. Appelez moi rose: Wer Frosch in einem typischen, sehr kleinen, französischem Restaurant essen möchte, der sollte ins Appelez moi rose gehen. Man sollte jedoch direkt zur Ladenöffnung erscheinen, da sonst schnell alle Tische belegt sind.

Café et Restaurant du Soleil, am Place de la Trinité

Wer Schnecken für wenig Geld oder sonstige lyonaisische Gerichte ausprobieren möchte sollte in dieses Restaurant gehen. Eine Tischreservierung empfiehlt sich. Das Restaurant ist für seine gute Küche bekannt.
Rugby: Wer einmal eine richtige Männersportart sehen möchte, sollte sich ein Rugbymatch anschauen. Es hat eher etwas von ultimate-fighting. Je nach Aktion kann der Eintritt für Studenten frei sein; sonst muss man nicht mehr als 10 € bezahlen.

Unterkunft

Ich habe in der CROUS-Résidence Adré Allix in einem der neueren Gebäude gewohnt (Bâtiment L). Kleine zweckdienliche Zimmer mit eigenem Bad (haben nicht alle bâtiments). Eine große Gemeinschaftsküche, die zum Kontakteknüpfen und gemeinsamen Kochabenden einlädt. Die Küche ist nicht immer ganz sauber. Ich persönlich hatte damit aber kein Problem. Die Lage ist eher unvorteilhaft. Zur université Lyon III benötigt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln rund 30 – 40 Minuten. Nach Feten, die an den ersten drei Abenden der Woche stattfinden, an denen die Nachtbusse noch nicht fahren, ist es immer mühsam den Berg zur résidence wieder hochzulaufen. In der résidence gibt es einen Musiksaal für die musikalischen unter euch und einen Salle de Musculation, In- und Outdoortischtennisplatten für die sportlichen, u.v.m. Zudem werden Samba- und andere Kurse von der résidence angeboten. Waschraum mit Waschmaschine (2,20 €) und Trockner (1,50€) ist vorhanden. Warmmiete inkl. Gebühren für Internetflat betragen mtl. zusammen 252€. In unmittelbarer Nähe zur résidence befindet sich ein kleiner Lebensmittelmarkt, der täglich bis 1 Uhr nachts geöffnet hat, sodass man bei Notstand noch kurz einkaufen gehen kann (er ist jedoch dementsprechend auch etwas teurer als ein normaler Supermarkt). Die Lebenshaltungskosten sind im Allgemeinen relativ hoch. Ich habe mich in der résidence sehr sehr wohl gefühlt und würde hier jederzeit wieder hinziehen.

Reisen

Da wir in unserer Clique zwei Autos hatten waren wir relativ flexibel und konnten einige Städte ansteuern.

Marseille: Von dieser Stadt war ich etwas enttäuscht. Sie ist sehr dreckig und m.E. einfach nicht schön. Aber macht euch selbst ein Bild davon.

Montpellier: Montpellier dagegen ist eine sehr schöne Stadt in der man auch super feiern gehen kann. Es gibt dort eine „Piratenbar“, die den Namen Barberousse trägt. Sie ist sehr empfehlenswert.

Genf: Nette kleine Stadt. Ein Tagestrip reicht vollkommen.

Annecy: Sehr sehr kleine Stadt. Hier reicht ein Tagestrip auch vollkommen aus. Sie verfügt über ein schönes Panorama am See mit Blick auf die Berge.

Straßburg: Zur Weihnachtszeit sollte man dort den Weihnachtsmarkt besuchen gehen.

Krankenversicherung

Ich bin bei der Barmer GEK über einen Sondertarif europaweit versichert. Schreibt mit genügend Vorlaufzeit einfach eure Versicherungen an und lasst euch beraten.

Freizeitaktivitäten

Die université bietet viele Sport- und sonstige Freizeitkurse an für die man sich aber frühzeitig anmelden muss (kleine Gebühr ist zu zahlen). Jeden Donnerstag stand eine ERASMUS-Fete in den unterschiedlichsten Diskotheken an. Organisiert wurden diese teilweise von der université und teilweise von der Studentenorganisation „Corpo“. Wer Karten vorab kauft, erhält diese für einen günstigeren Preis. Zudem hat das Office International auch Ausflüge und Weintouren organisiert. Für 16€ erhält man bei der Uni einen „Kulturpass“. Mit ihm kann man vier Mal ins Theater, Oper, usw. gehen und zahlt nur 4€.

Meine Eindrücke von Lyon

Wo soll man da anfangen? –Ich beginne mal mit der Mentalität der Franzosen. Wenn man nach Frankreich bzw. Lyon geht, sollte einem klar sein, dass die Franzosen eine eigene Arbeits- und Lebensweise haben. Im Vordergrund, z.B. an der Kasse von Supermärkten, stehen persönliche Gespräche mit den Kunden und weniger die immer länger werdende Schlange. Beim Einkaufen oder bei Behördengängen sollte man also immer etwas Puffer einrechnen. In den ersten Wochen war es sehr gewöhnungsbedürftig. Mit der Zeit schwimmt man aber einfach mit dem Strom, wird ein Teil dieser Mentalität und bringt sich bei den Gesprächen einfach mit ein.

Wenn ihr in Lyon flexibel sein wollt, dann schafft euch neben der Métro-Monatskarte (mtl. 28€) eine VéloV-Karte (15€ für ein Jahr) an. Mit dieser Karte könnt ihr euch an einer

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Beim Rugby

der vielen Fahrradstationen ein Fahrrad ausleihen, es nutzen und irgendwo in Lyon an einer anderen Station wieder abstellen. So seid fix in der Stadt unterwegs. Wie schon oben beschrieben: Für Fahrradfahrer und Fußgänger gibt es in der Regel keine roten Ampeln. Also, Augen auf im Verkehr und beachtet, dass die Autos trotzdem einen auch gerne mal übersehen. Die Franzosen sind sehr offen, legen aber sehr viel Wert auf Etikette. Wer Leute kennenlernen möchte, mag es in der Diskothek sein, im Café, in der Métro, im Supermarkt o.ä., sollte einfach die Leute direkt ansprechen. Die Angst während des Sprechens Fehler zu machen gilt es einfach abzulegen – die Franzosen finden es sogar sehr sympathisch, wenn sie sehen, dass sich ein Ausländer bemüht sich zu integrieren. Wer sich dann einmal mit Franzosen angefreundet hat, kann von vielen Insidertipps profitieren. Gerade wenn die ERASMUS-Feten dann irgendwann zur Gewohnheit werden ist es zur Abwechslung auch mal schön sich mit Franzosen bei einem gemütlichen Weinabend über Gott und die Welt zu unterhalten.

Wer innerhalb von Frankreich telefonisch erreichbar sein möchte, sollte sich eine französische Handykarte holen. Ich habe beispielsweise das Angebot von SFR wahrgenommen: 20 € (prepaid) für 30 Tage 300 MB-Internetflat, SMS und Telefonate unbegrenzt auf frz. Mobilfunknummer. Damit hat man in der Regel alles abgedeckt und kann mit den Franzosen und den Internationals, sofern sie auch auf französische Handyanbieter umgestellt haben, ständig im Kontakt stehen.

Das Bankkonto solltet ihr bei der LCL-Bank abschließen, die sich direkt an der université befindet. Bei ihr könnt ihr auch die notwendige Haftpflichtversicherung abschließen.
In den Vorlesungen herrscht Zucht und Ordnung. Die Franzosen reden während der Vorlesung kaum, weil sie damit beschäftigt sind stenographenähnlich jedes Wort mitzuschreiben, das der Professor spricht. Da man gerade in der Anfangszeit nicht alles versteht was die Professoren sagen, empfiehlt es sich zwischendurch die französischen Mitstudenten ganz nett um die Mitschrift zu bitten. Die Übungsstunden, als Pflichtbestandteil einiger Module, sind sehr schulisch und erinnern mit Hausaufgabenkontrolle eher an die Grundschule.

Für die Personen, die Französisch nicht so gut beherrschen: Habt keine Angst das Abenteuer Lyon mit Vorlesungen auf Französisch anzugehen. Ich selbst bin hier hingekommen und habe (mit meinen zwei Jahren Französisch vor acht Jahren) in der ersten Zeit gar nichts verstanden und konnte mich kaum ausdrücken. Wer aber konsequent Vokabeln lernt, französisches Radio hört, TV schaut und sich mit Franzosen anfreundet, wird sich sprachlich schnell entwickeln, sodass nach zwei Monaten alle Anfangszweifel passé sind.

Wohngeldzuschuss:

In Frankreich kann man einen Wohngeldzuschuss beim CAF (Caisse Allocation Familiale) beantragen. Seine Höhe hängt von der Höhe der Miete ab. Ich habe einen mtl. Mietnachlass von 92 € bei einer Warmmiete von 242 € erhalten. Bei der Beantragung des CAFs solltet ihr nicht verzweifeln. Ohne Ausnahme hatte je

der Student damit Probleme. Viele von uns, mich inbegriffen, haben den Wohngeldzuschuss erst nachträglich im Dezember und Januar erhalten, also mit circa zwei Monaten Verzug. Ihr solltet nur darauf achten, dass ihr auf die Post des CAFs relativ zügig reagiert und rechtzeitig zur Behörde geht. Zu erwähnen ist außerdem: Wenn ihr am 1. Eines Monats einzieht, ist dieser Monat verloren. Für diesen erhaltet ihr keinen Zuschuss. Zieht ihr am 30. des Vormonats ein und gebt rechtzeitig den Antrag auf Wohngeldzuschuss beim CAF ab, so ist dieser Monat verloren und ihr erhaltet für den Folgemonat schon Geld.
Sicherheit: Wie in jeder größeren Stadt gibt es auch in Lyon Kriminalität. In Lyon, besonders in der Gegend um Guillotière, sollte man als Mädchen nachts nicht alleine nach Hause gehen – besteht auf männliche Begleitung. Einige Internationals wurden dort das eine oder andere Mal sogar ausgeraubt. Im Allgemeinen habe ich mich hier in Lyon aber sehr sicher gefühlt.

Pour résumer:

Ich habe in Lyon wirklich eine tolle Zeit verbracht. Mein Ziel war es die Sprache zu erlernen und die Kultur kennenzulernen, um mich so auch für ein Praktikum in Frankreich vorbereiten zu können. Wer nach Lyon geht, um sich fachlich weiterzuentwickeln wird womöglich enttäuscht sein. Die Klausuren und die Inhalte sind nicht sehr anspruchsvoll. Im Gesamten, habe ich mich superwohl gefühlt und könnte mir sogar vorstellen nach dem Studium eine Zeit in Lyon zu leben. Die Stadt zeichnet sich nicht unbedingt durch das Stadtbild aus sondern vielmehr durch den Lifestyle und die Mentalität. Um sich hier wohlfühlen zu können, sollte man sich schnell an das Leben und die sehr entspannte Mentalität anpassen – man sollte sie einfach mögen. Personen, die ohne Struktur, ohne perfekte Organisation und ohne schnelle Prozesse nicht leben können, werden hier die ersten grauen Haare bekommen … haha … Frankreich ist nicht jedermanns Sache – meine war es schon. In dem Sinne bonne chance et amusez-vous. Solltet ihr noch Fragen, so könnt ihr mich gerne kontaktieren.

Ein Bericht von Florian Pilling

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