Meine Auslandserfahrungen: Högskolan i Borås (Schweden)

“Das Auslandssemester in Borås ist absolut nur positiv zu bewerten. Ich habe unglaubliche Erfahrungen sammeln können, meine Englisch-Kenntnisse haben sich extrem verbessert und ich habe Freunde fürs Leben gefunden.”

Die Universität

Allgemeine Angaben:

Högskolan i Borås
Allégatan 1
50190 Borås
http://www.hb.se

Kontaktpersonen:

International Coordinator: Malin Seljee
E-Mail: malin.seljee@hb.se
International Coordinator of Business School:
Grace Zhe Gu
E-Mail: grace_zhe.gu@hb.se

Organisation und Besonderheiten bei der Bewerbung:

Die Bewerbungsphase an der Heimatuniversität endete am 15.03.2013. Die Bewerbung verlief problemlos über die ISMA-Mitarbeiter. Kurz nach Bewerbungsschluss wird man von dem International Office der Universität kontaktiert und erfährt, ob man einen Platz an der gewünschten Partneruniversität bekommen hat.

Kursinformationen

Allgemeines:

Nach dem erfolgreichen Bewerbungsprozess an der Heimatuniversität erhält man von der Partneruniversität eine E-Mail, in welcher man sich an der Uni einschreibt und sich vorab schon Online für die Kurse registrieren kann. Kurse zu tauschen, sollte kein Problem darstellen. Das Semester in Borås ist in zwei Blöcke unterteilt. Der erste Block ging von Anfang September bis Ende Oktober. Der zweite Block ging von Anfang November bis Ende Dezember bzw. Mitte Januar, je nachdem wann die Prüfungen angesetzt sind.uni-library-building
Die Lehrveranstaltungen werden ganz anders gestaltet als es in Deutschland üblich ist. Man kann die einzelnen Lehrveranstaltungen mit dem Unterricht aus der Schule vergleichen. Es sind maximal 30 Leute in einem Kurs, wodurch die Veranstaltungen viel persönlicher gestaltet werden. Das Verhältnis zum Lehrkörper ist dabei auch sehr persönlich. Statt die Lehrperson mit Nachnamen oder Titel anzusprechen, ist es üblich Sie beim Vornamen anzusprechen. Die Lehrer und Professoren sind alle sehr freundlich und engagiert. Persönliche Anliegen werden sehr ernst genommen. Insgesamt ist die Lernatmosphäre sehr angenehm und es macht sehr viel Spaß in diesen kleinen Klassenverbänden zu arbeiten und zu lernen.

Kurse:

Corporate Finance/Investitions-u Finanzierungstheorie 7,5 Cr.:

Dieser Kurs ist das Pendant zum Kurs der MSM „Investitons-und Finanzierungstheorie“, sodass man auch keine Schwierigkeiten mit der Anrechnung bekommen sollte. Er findet zwei Mal in der Woche für jeweils 3 Stunden statt. Dieser Kurs ist sehr praxisorientiert. Es werden im Unterricht sehr viele Aufgaben gerechnet und besprochen. Der Kurs basiert auf einem sehr umfangreichen aber leider auch sehr teuren Lehrbuch. Zum Bestehen der Prüfung ist dieses Buch meiner Meinung aber nicht notwendig. Es werden genügend Beispielaufgaben zur Verfügung gestellt und besprochen. Die Prüfung besteht aus einer 5 stündigen Klausur. Zur Beruhigung kann man aber sagen, dass diese 5 Stunden sehr großzügig angesetzt sind.

Objectives: To provide knowledge of research and theory development within financing. The student will be able to solve business managerial problems within financing.
Syllabus: The course contents the following moments:
– Valuation and Capital Budgeting.
– Risk and required rate of return.
– Capital Structure and Dividend Policy.
– Optionpricing Theory and other forms of Derivative instruments
– Long-term financing
– Leasing
Books and other exercise material: Hillier, Ross, Westerfield, Jaffe & Jordan: Corporate Finance European Edition. Exercise material with solutions.

Swedish as a foreign Language – Beginner’s Course 7,5 Cr.:

Dieser Beginner’s Sprachkurs findet zwei Mal in der Woche für jeweils 3 Stunden statt. Er gibt einen sehr guten Einblick in die Schwedische Sprache aber auch in die Schwedische Kultur. Der Kurs basiert ebenfalls auf einem Lehrbuch, welches den Inhalt des Kurses sehr gut unterstützt. Man erhält außerdem die Möglichkeit sich für kleinuni-2es Geld ein paar Übungsblätter zur Unterstützung zu beschaffen. Die schwedische Sprache ist ähnlich zur deutschen Sprache, jedoch gibt es wie in jeder anderen Sprache natürlich auch mal kleine, mal große Unterschiede, die jedoch sehr schnell erlernt werden können.
Die Prüfung besteht aus 4 Teilen.
Der erste Teil besteht aus dem sogenannten Culture Exam. Hierbei werden Gruppen gebildet. Jede Gruppe hat die Aufgabe einen kleinen Aufsatz in Englisch über die Schwedische Kultur zu schreiben. Der zweite Teil besteht aus der Mündlichen Prüfung.
Der Dritte Teil besteht aus einem Reading and Understanding Part. Der Vierte und abschließende Teil besteht aus einem kleinen Aufsatz über ca. 200 Wörter.

Swedish as a foreign Language – Continuation Course 7,5 Cr.:

Knüpft nahtlos an den Beginners course an und kann nur ei bestandener Prüfung des Beginner’s course belegt werden. Dieser Kurs ist etwas anspruchsvoller als der Beginner’s course!
Die Prüfung besteht wiederrum aus den vier zuvor genannten Teilen.
Prüfungen:
Die Ansetzung der Prüfungen kann terminlich und zeitlich verändert werden, je nachdem ob man z.B. zum Zeitpunkt einer angesetzten Prüfung grade einen Ausflug oder eine kleine Reise macht. Dies muss nur frühzeitig zur Sprache kommen.
Bei nichtbestandenen Prüfungen ist es möglich ein
Re-Exam zu machen.

Unterkunft

Vor dem Aufenthalt:

Im Regelfall bewirbt man sich schon bei Registrierung bzw. Einschreibung an der Gasthochschule um eine Unterkunft. Man erhält dann alle möglichen Informationen zur Buchung der Unterkunft per Email. Die Buchung erfolgt dann ca. einen Monat vor dem Auslandssemester über die Vermietungsgesellschaft AB Bostäder.
Die Freischaltung der Zimmer für die Studenten erfolgt an einem bestimmten Stichtag. Man sollte sich wirklich am Stichtag um Punkt 8 Uhr um die Buchung des Zimmers kümmern, da die Zimmer sehr schnell gebucht und vergeben werden.

Lage:

Die beiden Hauptstudentenwohnheime sind Distansgatan und Tunnlandsgatan. Die beiden Wohnheime liegen etwa 5 Gehminuten voneinander entfernt. Zur Uni benötigt man etwa 15 Minuten mit dem Bus.

Qualität:

Ich habe in Distansgatan 21 gewohnt. Mein Zimmer war 18 Quadratmeter groß und sehr geräumig. Außerdem hatte ich meinen eigenen Balkon. Das Zimmer war voll möbliert: Ein Bett, ein Schrank, ein Regal, ein Schreibtisch, 2 Sessel, ein kleiner Tisunterkunft-2ch, ein Schreibtischstuhl und ein kleiner Nachttisch. Ich teilte mir die Wohnung mit einer Studentin aus Taiwan. Küche und Bad wurden zusammen benutzt. Wir kamen sehr gut miteinander zurecht, es war eine sehr harmonische Stimmung.
Im Keller des Wohnheims befindet sich der Waschraum. Hier kann man kostenlos seine Wäsche waschen. Jeder Bewohner bekommt ein Schloss und kann eine Waschmaschine für ca. drei Stunden reservieren. Es kann vorkommen, dass auch reservierte Maschinen einfach benutzt werden. Nicht jeder Bewohner hält sich an den Reservierungsplan. Bei persönlichen Anliegen bezüglich der Wohnung, Reparaturarbeiten, Schlüsselübergabe und -Abgabe, Inspektion vor Abreise, etc., steht der Landlord bzw. die Landlady telefonisch jederzeit zur Verfügung.

Lebenshaltungskosten und andere Kosten:

Der Lebensunterhalt in Schweden ist deutlich teurer als in Deutsch and. Die Miete kostet zwischen 200€ und 300€ (Internet, Strom und Wasser inklusive). Für Lebensmittel etc. muss man ca. 300€ – 400€ pro Monat einplanen. Ein Monatsticket fürr den Bus kostet ca. 40€. Insgesamt kann man also damit rechnen, dass man zwischen 700€ und 800€ Ausgaben pro Monat hat. (Alkohol in Schweden ist kaum bezahlbar).
Reisen sind nicht mit inbegriffen.

Reisen

Ausflüge und Tagesreisen in der Umgebung sind relativ einfach. Busse fahren für kleines Geld regelmäßig und nahezu überall hin. Zu meinen Zielen in der näheren Umgebung gehörten unter anderem Jönköping, Göteborg und Vimerby (Astrid-Lindgren-Welt). Göteborg ist ca. eine Stunde entfernt und sollte meiner Meinung nach auf jeden Fall besucht werden. Man kann dort gut shoppen und die Scheren sind auch allemal ein Ausflugsziel wert.

Ein weiteres Ausflugsziel sollte auf jeden Fall Stockholm sein. Man kann dort mit dem Bus hinfahren oder mit dem Zug (www.sj.se). Die Anreise beträgt ca. 4-5 Stunden. Man sollte am besten 3 Tage einplanen, um einen ausreichenden Überblick über diese wunderschöne Stadt zu bekommen. Übernachten kann man problemlos in Hostels. Hostels sind preisgünstig und bieten alles was man für ein paar Tage benötigt.boras-25

Wer sich einen Eindruck von anderen Städten machen möchte, kann auch problemlos nach Oslo, Kopenhagen und/oder Malmö reisen. Jedoch sollte die Planung für längere Trips frühzeitig beginnen, damit sich Kosten in Grenzen halten.

Des Weiteren gab es die Möglichkeit, am ESN-Sea-Battle teilzunehmen. Das Sea-Battle ist eine 3 tägige Tour von Borås nach Stockholm und von Stockholm mit der Fähre nach Tallin (Estland) und wieder zurück. Hier nehmen ca. 2200 Studenten aus 5 Ländern teil. Diese Reise ist wirklich sehr empfehlenswert und nicht sehr teuer (150€).

Mitte/Ende Dezember war ich dann in Lappland. Diese Reise war der Höhepunkt des Auslandsaufenthaltes. Eine sechs-tägige Reise in den Norden Schwedens. Besuch einer Rentierfarm, Hundeschlitten fahren, Eis-Hotel Besuch, Ice climbing, Schneemobil fahren, Sauna, arctic swimming und vieles mehr waren im Preis inbegriffen. Die Reise kostete ca. 500€ und war jeden Cent wert.

Krankenversicherung

Wer eine europäische Krankenversichertenkarte besitzt, sollte keine Probleme haben diese auch in Schweden benutzen zu können. Wer sich nicht sicher ist, kann natürlich alles telefonisch mit der Krankenkasse abklären.

Freizeitaktivitäten

Unternehmungen:

Als erstes geht man zu den Einführungstagen, an denen man allerhand Informationen bekommt. Die Uni organisierte alles sehr gut, sodass keine Frage unbeantwortet blieb.
Die ersten zwei Wochen veranstaltete die Uni jede Menge Aktivitäten. Täglich wurde eine oder mehrere Aktivität/en angeboten. Es wurde uns so einfach wie möglich gemacht andere Studenten kennenzulernen. Ob Zoobesuch, Pool-Party, alle Arten von Sportaktivitäten, Pub, – Restaurant und –Kaffebesuche und Stadionbesuche.

Partys:

Partys sind sehr wichtig in Borås. Es finden wöchentlich mehrere Partys statt, ob privat oder Club-Besuche. Vor allem donnerstags war Partyabend. Im Club X & Y war jeden Donnerstag freier Eintritt und bis Mitternacht gab es Getränke zum halben Preis.
Gemütliches Beisammen sein, Abendessen, Hauspartys etc. wurden meistens über Facebook und/oder privat geregelt.

Fazit

Das Auslandssemester in Borås ist absolut nur positiv zu bewerten. Ich habe unglaubliche Erfahrungen sammeln können, meine Englisch-Kenntnisse haben sich extrem verbessert und ich habe Freunde fürs Leben gefunden.

Ein Bericht von Tim Kašaj

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