Semester in Boras / Schweden (12)

Ich habe mich unter den Schweden sehr wohl gefühlt. Super war auch, dass alle Schweden meistens gutes Englisch sprechen konnten.

Die Universität

University of Borås, http://www.hb.se
Allgemeine Ansprechpartner:
Kristin Podssuweit
International Student Services
internationalstudent@hb.se
http://www.hb.se/intstudent

Spezielle Ansprechpartnerin für die School of Business & IT:
Grace Zhe Gu
International Coordinator
School of Business and IT
University of Borås SE-501 90 Borås
http://www.hb.se/hit
grace_zhe.gu@hb.se

Meine Bewerbungsunterlagen habe ich alle im ISMA Büro abgegeben. Alles weiter lief dann per Email.

Kursinformationen

Die Kurse wurden vorher per Internet ausgewählt, jedoch war es auch kein Problem sie vor Ort noch einmal zu ändern. Das Semester ist wie an der MSM in zwei Blöcken aufgebaut. Ich habe im ersten Block (10.09. – 02.11) den Kurs Corporate Finance und den Beginner Kurs in Schwedisch belegt, im zweiten Block (12.11. – 18.01.) International Marketing und den Aufbaukurs in Schwedisch belegt. Alle Kurse finden in kleinen Klassenräumen statt mit ungefähr 30 Studenten. Die Professoren und Lehrer sind sehr hilfsbereit und mündliche Mitarbeit ist gewünscht.

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Corporate Finance (7,5 Credits)

Dieser Kurs ging über die ersten 7 Wochen des Semesters. Er fand ein bis zweimal pro Woche für 3 Stunden statt. Meistens wurden in den
Vorlesungen viele Aufgaben gerechnet. Am Ende wurde eine Klausur geschrieben.
Die Inhalte waren vergleichbar mit Investition und Finanzierung oder Investitionstheorie.

International Marketing (7,5 Credits)

In diesem Kurs gab es eine Klausur (4,5 credits) am Ende des Blocks und es musste ein sogenanntes Paper abgegeben werden (3 credits). Hierbei wurden 5er Gruppen eingeteilt in denen wir dann an einem eigenen Projekt arbeiten mussten. Dies wurde dann zweimal vor der Klasse vorgetragen, zuvor gab es Gespräche mit dem Professor, der einem einige Hilfestellungen gab.

Swedish as foreign language – Beginner’s Course (7,5 Credits)

Dieser Kurs fand zweimal pro Woche für drei Stunden statt. Es waren fast alle Austauschstudenten in diesen Kursen.
Die schwedische Sprache ist für Deutsche relativ leicht zu lernen, so waren Fortschritte schnell bemerkbar. Die Atmosphäre im Kurs war meist ziemlich locker, jedoch war es hilfreich die Hausaufgaben regelmäßig zumachen. In Seminaren würde auch einiges über die Kultur der Schweden gelernt.

Swedish as a foreign language – Continuation Course (7,5 Credits)

Dieser Kurs war genauso aufgebaut wie der Beginner Kurs, jedoch war es hier schon deutlich anspruchsvoller. Es war jedoch kein Problem die schriftliche sowie mündliche Prüfung zu bestehen.

Die Stadt

Borås ist eine relativ kleine Stadt in Süd-West Schweden mit ungefähr 66.000 Einwohnern und liegt in Västergotland. Göteborg, Schwedens zweitgrößte Stadt, liegt mit dem Bus eine Stunde von Borås entfernt.
Borås ist eine sehr schöne Stadt mit einem niedlichen Stadtkern. Die Stadt lebt von ihren Studenten und vor allem von der Textil-Hochschule, die in ganz Schweden sehr bekannt ist. Die Stadt hat eine größere Hauptstraße, am Ende liegt die Universität. Ein kleiner Fluss fließt durch das Stadtzentrum. In der Umgebung gibt es viele schöne Seen, die auch mit dem Bus erreichbar sind.
Nach Göteborg kommt man schnell mit dem Bus, der direkt von der Zentralstation in Borås abfährt. Göteborg hat eine schöne Altstadt und einen modernen Hafen. Außerdem kann man mit Schiffen in
die Schären fahren, jedoch ist dies nur in den Sommermonaten möglich.
Die Anreise über den Flughafen Göteborg Landvetter ist unkompliziert. Von dort fährt direkt der Swebus (www.swebus.se) nach Borås (40 Minuten).

Unterkunft

Durch die Universität erhalt man einige Links für die Wohnheime in Borås. Die Zeiten für die Anmeldung sind angegeben und man sollte diese unbedingt beachten, denn in kurzer Zeit sind alle Zimmer vergeben. Es gibt zwei Wohnhäuser für die Austauschstudenten, die beide etwas außerhalb vom Stadtzentrum liegen (10 Minuten mit dem Bus). Ich habe in Distansgatan in einer dreier WG gewohnt.
Mein Zimmer war 16 qm groß, es war mit einem Bett, Schreibtisch, Schreibtischstuhl, Sessel, Einbauschrank, Stehlampe, Regal, kleinem Tisch und einem Nachschränkchen eingerichtet. (Bettzeug muss mitgebracht oder vor Ort gekauft werden.) Ich habe 220 €

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Boras – Innenstadt

Miete pro Monat bezahlt (Internet inklusive). Unsere Küche war relativ sauber und die grundlegenden Küchensachen waren auch vorhanden, je nachdem wie viel die letzten Bewohner dort gelassen haben. Das Badezimmer bestand aus Toilettenraum und Duschraum. Der Waschraum lag im gleichen Häuserblock, man musste jedoch seine Waschmaschine vorher reservieren. Mittags war die beste Zeit zum waschen, so dass man auch direkt die Trockner benutzen konnte. Insgesamt waren die Wohnhäuser sehr alt und die Wohngegend auch nicht sehr schön. Die allgemeinen Lebensunterhaltungskosten, wie Nahrungsmittel sind im Vergleich zu Deutschland teurer. Vor allem wenn man in Restaurants essen geht. In der Nähe gab es eine kleinen Netto Supermarkt, meistens sind wir jedoch zum einkaufen ins Knalleland gefahren. Dies ist ein größeres Shoppingcenter, das mit dem Bus in 15 Minuten erreichbar ist. Ein Monatsbusticket hat um die 40 € gekostet.
Tipp: eine Kreditkarte ist sehr hilfreich, mit der kann man überall, auch die kleinsten Beträge bezahlen.

Reisen

In den vier Monaten habe ich einige Trips nach Göteborg gemacht (Ticket mit dem Bus ca. 16 € für Hin- und Rückfahrt), eine schöne Stadt am Hafen mit vielen Restaurants und Cafés und vielen Shoppingmöglichkeiten.
Außerdem haben waren wir für 2 Tage in Oslo, wir sind ab Göteborg mit dem Bus gefahren (www.swebus.se) (ca. 50€). Die Fahrt hat gute 3 Stunden gedauert. Oslo ist eine sehr moderne Stadt, jedoch super teuer!
In Stockholm waren wir für 3 Tage, diesmal sind wir mit dem Zug gefahren (www.sj.se) (ca. 70€). Stockholm hat mir persönlich sehr gut gefallen, besonders die Altstadt mit ihren netten alten Häusern und gemütlichen Cafés.
Die 6-tägige Reise nach Lappland war für mich der Höhepunkt. Der Trip wurde von Scanbalt organisiert (http://www.scanbaltexperience.com/Lapland-Winter-Tours). Lappland hat eine wunderschöne Winterlandschaft, die Temperaturen und die Dunkelheit waren eine Erfahrung wert. Auch die 24-Stunden-Bus-Reise war ein Erlebnis, aber auf jeden Fall zu empfehlen.

Krankenversicherung

Ich habe eine Zusatzversicherung beim ADAC abgeschlossen und mir eine Europäische Krankenkassenkarte bei meiner Krankenversicherung besorgt. Diese musste ich beim Arzt vorlegen und habe nur 10 € Praxisgebühr bezahlt.

Freizeitaktivitäten

In der Einführungswoche wurden jeden Tag Aktivitäten für die Erasmus Studenten angeboten. Jedoch fand ich es etwas schade, dass wir meist keinen direkten Kontakt zu den schwedischen Studenten hatten.
Auch im weiteren Verlauf wurden immer mal wieder Veranstaltungen angekündigt, wie zum Beispiel ein Zoo Besuch, Sportaktivitäten, Schiffsreise nach Tallin… Die meisten Reisen wurden jedoch privat untereinander organisiert.
Donnerstags war der Partyabend, da es jeden Donnerstag im Club der Stadt, X & Y, freien Eintritt für Studenten gab, so waren auch meistens alle Austauschstudenten dort zu finden.
Hausparty’s oder auch gemütliche Abendessen unter den Austauschstudenten wurden meist privat oder über Facebook organisiert.
Ich war für drei Monate in einem Fitnessstudio (http://www.svensonshalsocenter.se/) angemeldet für das ich 35 € pro Monat bezahlt habe.

Fazit

Zusammenfassend hat mir das Auslandsemester in Schweden sehr gut gefallen. Ich habe mich unter den Schweden sehr wohl gefühlt. Super war auch, dass alle Schweden meistens gutes Englisch sprechen konnten. Die Stadt Borås war sehr schön, jedoch würde ich mir für einen nächsten Aufenthalt eine etwas größere Stadt aussuchen. Insgesamt gingen die vier Monate viel zu schnell um und ich wäre gerne noch etwas länger geblieben um noch mehr vom Land sehen zu können. Ein Auslandssemester ist auf jeden Fall eine super Erfahrung und empfehlenswert für alle, die die Möglichkeit haben.

Ein Bericht von Antonia Goehrtz

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