Studieren in Frankreich- Troyes

“Macht es auf jeden Fall. Immer wieder hört man wie wertvoll solch eine Zeit im Ausland ist und ich kann das nur bestätigen. Sucht euch am besten ein Land aus, das euch auch interessiert, denn dann hat man neben dem Studium im Ausland auch noch einen kleinen Traum erfüllt eine andere Sprache aufzubessern und möglicherweise sogar in die Kultur des Landes einzutauchen. “

Zeitraum des Austauschs

Februar  – Juni 2017

Partnerhochschule

Groupe ESC Troyes

Information über die Universität

Allgemeine Angaben

Adresse: 217 avenue Pierre Brossolette

CS 20710

10002 Troyes Cedex

-France-

Telefonnummer: +33 325 71 22 22

Homepage: http://www.groupe-esc-troyes.com

International Office und Kontaktpersonen

Pauline Moyard ist die Kontaktperson für Deutschland und beantwortet Fragen bereits im Vorfeld. Auch während des Aufenthalts in Troyes kann man unter der Woche ab 14 Uhr zu ihr in das International Office gehen und offene Fragen stellen. Die Ciska Seyssel kümmert sich um die Kursbelegung etc. und beantwortet auch per Mail aufkommende Fragen zeitnah.

Organisation

Die Partneruniversität hat in der ersten Woche eine Orientierungswoche veranstaltet, in dieser nochmals erklärt wurde wo und wie man Kurse zu belegen hat. Man hatte die Möglichkeit bis zu einem gewissen Zeitraum auch noch Kursumwahlen zu tätigen. Selbst wenn ein Kurs online bereits als “full” gekennzeichnet war, gab es durchaus die Möglichkeit per Mail noch einen Platz in dem Kurs zu bekommen, da es teilweise noch Restplätze gab oder Studenten kurzfristig auf ihren Platz verzichteten. Neben den Kurswahlen wurde damit begonnen ein Bankkonto zu eröffnen. Bei späteren Veranstaltungen innerhalb des ersten Monats bekam man dann auch den Vertrag sowie die Bankkarte. Da die Unterlagen der Bank nur auf französisch erhältlich sind, ist die Unterstützung von der Seite der Partneruniversität sehr hilfreich. Angestellte waren bei den Treffen dabei, wo man einzelne Fragen auch auf englisch klären konnte. Während der Zeit im Ausland ist es möglich Wohngeld, das CAF, zu beantragen. Da ich persönlich mit Auslands-BaföG gut zurecht kam, kann ich zu dem Thema keine Informationen geben. Alle Kurse fanden auf dem Campus Brossolette statt. Dieser ist der einzige Teil der Schule, den ich kennengelernt habe. Die Cafeteria der Schule hat zur Mittagszeit geöffnet. Sie ist vergleichsweise mit der Mensa in Duisburg klein und ein Mittagessen kostet 3,90 €, was nicht sonderlich günstig ist. Dafür kann man aber zwischen Vor-, Haupt-, und Nachspeise frei wählen. Da ich nicht jeden Tag Uni hatte, habe ich die meiste Zeit über selber gekocht, was dementsprechend auch über den Zeitraum verteilt günstiger war. Eine Cafeteria wie das U-Cafe gibt es nicht, man bekommt aber verschiedene Sorten an Kaffee oder kleine Snacks an Automaten zum kleinen Preis. Ein Kaffee beispielsweise kostet 0,50 €. Zum Stundenplan lässt sich sagen, dass die Kurse in der Regel um 9.45 Uhr losgehen und bis 13 Uhr dauern. Nach einer Mittagspause geht der zweite Block von 14-17.15 Uhr. Der Stundenplan ist auf der Intranet-Platform der Schule zu finden, welchen man genaustens beachten sollte, denn dieser ist wöchentlich anders. Nicht nur die Zeiten, sondern auch die Räume hatten sich kursabhängig geändert. Im Intranet findet man neben dem Stundenplan auch seine Noten, weitere persönliche Daten, sowie das Email-Postfach.

Besonderheiten bei der Bewerbung

Kursinformationen

Titel der Kurse

Credits

Kursbeschreibung

Kommentare zum Kurs

Kurs 1: Controle de gestion / Management Accounting (5  ECTS)                                                                                                                                                                      50% Intermediate Exam und  50% Final Exam                                                                                                                                                                                     Vergleichbar mit dem internen Rechnungswesen, nur das hier bei den beiden Prüfungen nur auf das rechnerische Wert gelegt wird.
Kurs 2: Initiation à l’innovation et à l’entrepreneuriat / Introduction to Innovation and Entrepreneurship (5 ECTS)   

60 % schriftliches Exam, 20% Präsentation Gruppen-Projektarbeit, 20% Seminararbeit zur Gruppen-Projektarbeit Interessanter Kurs über Innovationen mit Praxisbezug. In Gruppen haben wir eine Innovation erfinden, diese präsentieren und schriftlich ausformulieren müssen. Interessant, da man hier die Möglichkeit auf Gruppenarbeit und Praxisbezug hatte.

Kurs 3: Francais langue etrangere seminaire intensif sem 2

60 % mündliche Mitarbeit und Prüfung, 40 % schriftliche Prüfung Die mündliche Prüfung fand zum einen in einem Restaurant statt, wo wir unsere Bestellung aufgeben mussten und zum anderen in einem Museum, wo wir verschiedene Gemälde beschreiben mussten. Im Unterricht sprachen wir über alltagsbezogene Themen, wie das Kochen oder Alkoholkonsum.

Kurs 4: Event communication

50 % Gruppenprojekt- Seminarbeit, 25 % schriftliche Prüfung und 25 % Vortrag

Kurs 5: CSR and Business Ethics

50% mündliche Prüfung und 50 % schriftliche Prüfung.

Zudem gab es ein Bonus-Point-System. Hierzu haben wir nach jeder Stunde ein “exit-Ticket” ausgefüllt, in dem wir erwähnt haben, was man neu gelernt hatte, wo man anderer Meinung war, etc. Ich fand den Kurs interessant, da er auf ethische Aspekte Wert legte.

Stadt

Sehenswürdigkeiten und Highlights

Troyes ist eine kleine Stadt, direkt an der Seine gelegen mit 60750 Einwohnern. Es gibt viele Kirchen und Museen hier zu sehen, unter anderem die Kathedrale von Troyes und das Musee des Beaux-Arts et d’Archeologie. Für Kunstinteressierte lässt sich hier viel entdecken. In der Nähe der Innenstadt gibt es auch eine Wiese am Wasser gelegen, wo man sich entspannen kann. Mein persönliches Highlight war das “Coeur de Troyes”, welches nachts aufleuchtet. Troyes ist eine mitteralterliche Stadt, was einen gewissen Flair hat und man sich hier von Anfang an wohlfühlen kann. Wem das doch zu “wenig Action” ist, kann den Zug nehmen und bereits in 1,5 h in Paris sein.

Anreise

Ich bin von Düsseldorf aus zunächst mit dem Thalys nach Paris gute 4 h gefahren und von dort aus weiter mit einem anderen Zug nach Troyes. Ratsam ist es die Tickets frühzeitig zu buchen, da man schon ab 35 € nach Paris kommen kann, was relativ günstig ist. Anschließend hatte ich noch eine 1,5 h lange Fahrt nach Troyes. Hier hatte ich das Ticket über die Internetseite der SNCF gebucht, eine der größten Verkehrsgesellschaften in Frankreich. Am günstigsten kann die Verbindung bei 10 € liegen, sodass man sich überlegen sollte, ob ein Flug nötig ist.

Unterkunft

Organisation

Ich habe in einer internationalen 3er-WG gewohnt. Meine beiden Mitbewohnerinnen kamen aus Taiwan und Kasachstan, was meiner Meinung nach sehr interessant war, da man innerhalb des Auslandssemesters nicht nur im Ausland war, sondern direkt den Austausch zu Hause hatte und sich nur auf englisch verständigen musste, was für die Sprachkenntnisse von Vorteil war. Gefunden hatte ich die Wohnung über ein Portal, welches von der Schule angeboten wurde. Dieses war einige Wochen offen, sodass man in Ruhe schauen und sich seine Unterkunft aussuchen konnte. Mit meiner Vermieterin hat es glücklicherweise problemlos geklappt und auch währenddessen gab es keine Probleme. Bei Fragen war sie per Mail gut zu erreichen. Häufig ist es so, dass die Vermieter gleichzeitig auch an der Schuke arbeiten, sodass man sie auch in der Schule direkt im Büro ansprechen kann. Für mich persönlich war es nicht nötig gewesen, fand die Möglichkeit aber sehr gut.

Lage

Unsere Wohnung lag ca. 10 min Fußweg von der Schule entfernt. Es gab auch Kommilitonen, die direkt oder zumindest näher an der Schule in verschiedenen Residenzen wohnten, aber ich war zufrieden. Neben der Schule gab es Einkaufsmöglichkeiten, wie ein Lidl, Leader Price und einen Bäcker. Aber auch bei uns hatten wir einen Bäcker in 2 min Fußweg erreicht. Lediglich der Weg in die Stadt dauerte zu Fuß ca. 30 min, aber eine Bushaltestelle war nicht weit entfernt.

Kosten

Für die Wohnung hatte ich monatlich 360 € gezahlt. Darin enthalten waren neben Miete,Strom auch Heiz- und Internetkosten. Zudem hatten wir eine Waschmaschine, was praktisch und sehr gut war!

Qualität

Die Wohnung hatte alles nötige, was man brauchte und zudem in einem guten Zustand. In der Küche funktionierte alles und auch in den restlichen Räumen war alles vorhanden, sodass ich mich dort wohlgefühlt hatte.

Lebenshaltungskosten allgemein

Zu den insgesamten Lebenshaltungskosten lässt sich sagen, dass man monatlich mit 700 € gut zurecht kommen kann. Natürlich variieren die persönlichen Präferenzen, aber wenn man beispielsweise nicht jeden Tag in der Uni zu Mittag isst, ist das Essen auch günstig zu schaffen, sodass das Geld in Richtung Freizeit investiert werden kann.

Reisen

Kosten, Ziele, Empfehlungen

Reisen gehört zu einem Auslandssemester einfach dazu. Ich war neben einigen Malen in Paris auch noch in Lille, Lyon und Reims. Gerade in Frankreich empfehle ich euch nicht nur in Großstädte zu fahren. Reims beispielsweise hat mich positiv überrascht. Ich habe dort zusammen mit meiner Mitbewohnerin an einer Weintour teilgenommen. Da wir in Frankreichs  Champagneregion lebten, war das natürlich selbstverständlich für uns und ich kann es nur jedem weiterempfehlen, der sich dafür interessiert die Kultur von diesem Gesichtspunkt aus näher kennenzulernen. In Lyon kann man hingegen super essen, wenn man die französische Küche mag. Die Altstadt hat eine Vielzahl an Restaurants und neben Bistros natürlich auch verschiedene Pizzerien. Ich wollte aber die französische Küche kennelernen, was ich bis heute nicht bereut habe. Zu den Kosten lässt sich sagen, dass Zugfahrten verglichen mit Busreisen sehr teuer sind. Da sollte man sich überlegen entweder frühzeitig zu buchen (dann kann man Glück haben und was günstiges bekommen) oder eben mehrere Busfahrtstunden in Kauf zu nehmen. Es gibt auch Orte, die man direkt von Troyes aus erreichen kann, aber manchmal muss man dann doch über Paris weiter. Aber ist ja nicht schlimm, mal eben nach Paris fahren zu müssen, oder?

Krankenversicherung

Kosten, Anbieter

Ich bin familienversichert bei der Audi BKK und brauchte für Frankreich keine zusätzliche Krankenversicherung abschließen. Lediglich eine Versicherungsbescheinigung hatte ich dabei.

Freizeitaktivitäten

Hat die Universität Unternehmungen für die Studenten organisiert?

Ja, es wurde beispielsweise eine Fahrt nach Berlin organisiert. Im Wintersemester sei das Programm insgesamt vielfältiger laut Studenten, die zu dieser Zeit ihren Aufenthalt in Troyes hatten.

Gab es Partys?

Partys gab es ebenfalls in Troyes durch die Universität organisiert. Diese waren interessant, da sie teilweise verschiedene Mottos zur Verfügung hatten, wie beispielsweise eine Choc and Chic Party. Das waren dann auch nicht reine Erasmus-Partys, sondern für alle Studenten der Schule. So konnte man Kontakt zu Franzosen aufnehmen.

Fazit

Was hat Dir besonders gut gefallen?

Besonders gut in Frankreich hat mir gefallen, dass man an der Uni die Möglichkeit hatte in Gruppen zu arbeiten und dadurch nicht nur Wert auf Teamfähigkeit gelegt hatte, sondern auch internationale Kontakte knüpfen konnte. Der Praxisbezug durch Projekte und Vorträge neben den Klausuren waren eine super hilfreiche und interessante Erfahrung.

Was hat Dir nicht so gut gefallen?

Nicht so gut gefallen hat mir allerdings, dass kursabhängig die Profesoren nicht immer deutlich gemacht hatten, was die Aufgabe war und man selbst dadurch nicht wusste, was verlangt war. Auch habe ich bis nach meiner Abreise keinen Studentenausweis erhalten.

Was ich sonst noch sagen wollte….

Macht es auf jeden Fall. Immer wieder hört man wie wertvoll solch eine Zeit im Ausland ist und ich kann das nur bestätigen. Sucht euch am besten ein Land aus, das euch auch interessiert, denn dann hat man neben dem Studium im Ausland auch noch einen kleinen Traum erfüllt eine andere Sprache aufzubessern und möglicherweise sogar in die Kultur des Landes einzutauchen. Viel französisch spricht man während Erasmus zwar nicht, da hier mehr Wert auf englisch gelegt wird, aber wenn man außerhalb der Uni Freunde findet oder Unternehmungen wie Reisen macht, dann kommt das schon von selbst. Ich spreche da wirklich aus Erfahrung und werde es nie bereuen, diesen Schritt gegangen zu sein. Solltet ihr Fragen haben oder wenn ihr wollt, dass ich euch mehr über meine Zeit in Frankreich erzähle, dann schreibt mich doch jederzeit gerne an. Ich freue mich euch helfen zu können! Salut mes amis! 🙂

Ein Bericht von Andrea Piontek.

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